Anna Maria Luisa de Medici
Haus: Medici Linie: Florentiner
* 11.08.1667 (Florenz) – † 18.02.1743 (Florenz) · San Lorenzo Krypta
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Keine Kinder erfasst
Anna Maria Luisa de’ Medici, die letzte Vertreterin des legendären florentinischen Herrscherhauses, nimmt in der Geschichte des Hauses Wittelsbach eine herausragende Stellung ein. Als Tochter des Großherzogs Cosimo III. und der Marguerite Louise d’Orléans brachte sie den Glanz der italienischen Renaissance und des Barock an den kaiserlichen Niederrhein. Durch ihre Vermählung mit dem Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz – in Düsseldorf liebevoll „Jan Wellem“ genannt – wurde sie zur Kurfürstin und zu einer der bedeutendsten Mäzeninnen ihrer Zeit.
In ihrer Wahlheimat Düsseldorf, die zu jener Zeit von einer pfälzischen Nebenlinie der Wittelsbacher regiert wurde, entfaltete sie eine beispiellose kulturelle Wirksamkeit. Sie war maßgeblich an der Entstehung der berühmten Düsseldorfer Gemäldegalerie beteiligt, deren Bestände heute zu den kostbarsten Schätzen der Alten Pinakothek in München gehören. Ihr feiner Kunstsinn und ihre engen Kontakte zu den Künstlern Italiens prägten den Hofstil nachhaltig und machten die Residenz zu einem Zentrum der europäischen Kunstwelt.
Nach dem Tod ihres Gemahls kehrte sie nach Florenz zurück, wo sie eine weltgeschichtlich bedeutsame Tat vollbrachte: Im „Familienpakt“ von 1737 vermachte sie das gesamte bewegliche Erbe der Medici dem Staat Toskana – unter der Bedingung, dass die Kunstschätze niemals aus Florenz entfernt werden dürften und der Öffentlichkeit zugänglich sein müssten. Damit rettete sie die Uffizien und den Palazzo Pitti für die Nachwelt.
Für die Münchner Stadtgeschichte ist sie von indirekter, aber immenser Bedeutung. Da die pfälzischen Wittelsbacher später die bayerische Kurwürde übernahmen, gelangten durch ihr Erbe und die Sammlungen ihres Mannes unzählige Meisterwerke nach München. Ohne das Wirken dieser außergewöhnlichen Frau wäre die bayerische Landeshauptstadt heute um viele ihrer bedeutendsten Kunstschätze ärmer. Sie verkörpert wie kaum eine andere Persönlichkeit die fruchtbare Verbindung zwischen bayerisch-pfälzischer Herrschaft und italienischer Hochkultur.
In ihrer Wahlheimat Düsseldorf, die zu jener Zeit von einer pfälzischen Nebenlinie der Wittelsbacher regiert wurde, entfaltete sie eine beispiellose kulturelle Wirksamkeit. Sie war maßgeblich an der Entstehung der berühmten Düsseldorfer Gemäldegalerie beteiligt, deren Bestände heute zu den kostbarsten Schätzen der Alten Pinakothek in München gehören. Ihr feiner Kunstsinn und ihre engen Kontakte zu den Künstlern Italiens prägten den Hofstil nachhaltig und machten die Residenz zu einem Zentrum der europäischen Kunstwelt.
Nach dem Tod ihres Gemahls kehrte sie nach Florenz zurück, wo sie eine weltgeschichtlich bedeutsame Tat vollbrachte: Im „Familienpakt“ von 1737 vermachte sie das gesamte bewegliche Erbe der Medici dem Staat Toskana – unter der Bedingung, dass die Kunstschätze niemals aus Florenz entfernt werden dürften und der Öffentlichkeit zugänglich sein müssten. Damit rettete sie die Uffizien und den Palazzo Pitti für die Nachwelt.
Für die Münchner Stadtgeschichte ist sie von indirekter, aber immenser Bedeutung. Da die pfälzischen Wittelsbacher später die bayerische Kurwürde übernahmen, gelangten durch ihr Erbe und die Sammlungen ihres Mannes unzählige Meisterwerke nach München. Ohne das Wirken dieser außergewöhnlichen Frau wäre die bayerische Landeshauptstadt heute um viele ihrer bedeutendsten Kunstschätze ärmer. Sie verkörpert wie kaum eine andere Persönlichkeit die fruchtbare Verbindung zwischen bayerisch-pfälzischer Herrschaft und italienischer Hochkultur.