Maria Anna Amalie

Maria Anna Amalie

Haus: Hessen Linie: Homburg

* 13.10.1785 (Homburg vor der Höhe) – † 14.14.1846 (Berlin)

Ehen:
1. 12.01.1804 in Berlin · mit Wilhelm
Maria Anna Amalie
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Maria Anna Amalie von Hessen-Homburg, zumeist Prinzessin Marianne genannt, entstammte der Verbindung von Landgraf Friedrich II. von Hessen-Homburg und Karoline von Hessen-Darmstadt. Durch ihre Vermählung mit Prinz Wilhelm von Preußen, dem jüngsten Bruder Friedrich Wilhelms III., wurde sie zu einer zentralen Gestalt am Berliner Hof während der Ära der Befreiungskriege.

In der preußischen Geschichte nimmt sie eine besondere Stellung ein, da sie gemeinsam mit Königin Luise den geistigen Widerstand gegen die napoleonische Besatzung verkörperte. Nach dem frühen Tod der Königin übernahm Marianne faktisch die Rolle der ersten Dame im Staat. Ihr politisches Engagement zeigte sich besonders deutlich im Jahr 1813, als sie den berühmten „Aufruf der königlichen Prinzessinnen an die Frauen im preußischen Staate“ mitinitiierte und den Frauenverein für das Wohl des Vaterlandes gründete. Damit legte sie einen Grundstein für die weibliche Partizipation an patriotischen Bewegungen.

Abseits ihres politischen Wirkens war sie für ihre tiefe Religiosität und ihre Hinwendung zum christlich-mystischen Denken bekannt, was sie eng mit den intellektuellen Kreisen der Berliner Romantik verband. Innerhalb der Dynastie der Hohenzollern sicherte sie durch zahlreiche Kinder, darunter die spätere Königin Marie von Bayern, den Fortbestand ihrer Linie und schuf weitreichende Verbindungen zu anderen europäischen Herrscherhäusern. Ihr Wirken in Berlin und später auf Schloss Fischbach in Schlesien blieb als Beispiel für eine intellektuell geprägte, tätige Fürstengestalt des 19. Jahrhunderts in Erinnerung.