Wilhelmine Amalie, Kaiserin der HRR
Haus: Braunschweig Linie: Lüneburg
* 12.04.1673 (Lüneburg) – † 10.04.1742 (Wien) Wien /Gruft der Salesianerinnen
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Wilhelmine Amalie von Braunschweig-Lüneburg entstammte dem Haus der Welfen und wurde als Tochter des Herzogs Johann Friedrich von Braunschweig-Calenberg und der Benedicta Henriette von der Pfalz geboren. Ihre Erziehung am französischen Hof ihrer Tante, der Liselotte von der Pfalz, prägte ihr kulturelles Verständnis und bereitete sie auf ihre spätere Rolle als Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches vor.
Durch ihre Vermählung mit dem späteren Kaiser Joseph I. trat sie in das Haus Habsburg ein. Ihre Zeit als Kaiserin war von den politischen und militärischen Herausforderungen des Spanischen Erbfolgekrieges geprägt, während sie am Wiener Hof durch ihre Bildung und Frömmigkeit bestach. Trotz der engen Verbindung des Paares blieb die Ehe in Bezug auf die männliche Thronfolge ohne Erben, da der einzige Sohn früh verstarb. Die beiden Töchter, Maria Josepha und Maria Amalia, wurden jedoch durch strategische Heiraten zu Königinnen von Polen bzw. bayerischen Kurfürstinnen und spielten später eine Rolle in den Erbfolgestreitigkeiten des Hauses Österreich.
Nach dem frühen Tod ihres Gemahls lebte Wilhelmine Amalie als Kaiserin-Witwe zurückgezogen und widmete sich verstärkt religiösen Aufgaben. Ein bleibendes Denkmal setzte sie sich mit der Gründung des Salesianerinnenklosters in Wien, das sie als Erziehungsstätte für junge Frauen und als ihren Witwensitz konzipierte. In der dynastischen Genealogie bleibt sie als Bindeglied zwischen den Welfen und den Habsburgern sowie als Stammmutter bedeutender europäischer Linien in Erinnerung.
Durch ihre Vermählung mit dem späteren Kaiser Joseph I. trat sie in das Haus Habsburg ein. Ihre Zeit als Kaiserin war von den politischen und militärischen Herausforderungen des Spanischen Erbfolgekrieges geprägt, während sie am Wiener Hof durch ihre Bildung und Frömmigkeit bestach. Trotz der engen Verbindung des Paares blieb die Ehe in Bezug auf die männliche Thronfolge ohne Erben, da der einzige Sohn früh verstarb. Die beiden Töchter, Maria Josepha und Maria Amalia, wurden jedoch durch strategische Heiraten zu Königinnen von Polen bzw. bayerischen Kurfürstinnen und spielten später eine Rolle in den Erbfolgestreitigkeiten des Hauses Österreich.
Nach dem frühen Tod ihres Gemahls lebte Wilhelmine Amalie als Kaiserin-Witwe zurückgezogen und widmete sich verstärkt religiösen Aufgaben. Ein bleibendes Denkmal setzte sie sich mit der Gründung des Salesianerinnenklosters in Wien, das sie als Erziehungsstätte für junge Frauen und als ihren Witwensitz konzipierte. In der dynastischen Genealogie bleibt sie als Bindeglied zwischen den Welfen und den Habsburgern sowie als Stammmutter bedeutender europäischer Linien in Erinnerung.