Joseph I., Kaiser des HRR
Haus: Habsburg
* 26.07.1678 (Wien) – † 17.04.1711 (Wien) Wien /Kapuzienergruft
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Joseph I. entstammte dem Haus Habsburg und übernahm die Herrschaft über das Heilige Römische Reich sowie die Erblande in einer Phase höchster militärischer und politischer Anspannung. Als ältester Sohn Kaiser Leopolds I. und Eleonore Magdalenes von Pfalz-Neuburg wurde er bereits früh zum König von Ungarn und zum Römisch-Deutschen König gekrönt, was seine Stellung als unangefochtener Thronfolger festigte.
Seine Regierungszeit stand fast vollständig im Zeichen des Spanischen Erbfolgekrieges. Joseph I. agierte dabei deutlich entschlossener als sein Vater und unterstützte die Ambitionen seines Bruders Karl auf den spanischen Thron mit Nachdruck. Unter seiner Führung und durch das Wirken bedeutender Feldherren wie Prinz Eugen von Savoyen erzielten die kaiserlichen Truppen entscheidende Siege gegen das Frankreich Ludwigs XIV. im Reich und in Italien.
Innenpolitisch zeigte er sich als reformorientierter Monarch, der die verkrusteten Verwaltungsstrukturen am Wiener Hof aufzubrechen suchte. Er bemühte sich um eine Sanierung der zerrütteten Staatsfinanzen und zeigte in Glaubensfragen eine pragmatischere Haltung als seine streng gegenreformatorischen Vorgänger. Auch im Konflikt mit den ungarischen Kuruzen unter Franz II. Rákóczi suchte er nach einer diplomatischen Lösung, die jedoch erst nach seinem plötzlichen Tod durch die Pocken realisiert wurde.
In der dynastischen Geschichte bleibt Joseph I. durch seine Ehe mit Wilhelmine Amalie von Braunschweig-Lüneburg präsent. Da aus dieser Verbindung kein männlicher Erbe hervorging, regelte er die Thronfolge im Pactum mutuae successionis, was später die Grundlage für die Pragmatische Sanktion seines Bruders Karl VI. bildete.
Seine Regierungszeit stand fast vollständig im Zeichen des Spanischen Erbfolgekrieges. Joseph I. agierte dabei deutlich entschlossener als sein Vater und unterstützte die Ambitionen seines Bruders Karl auf den spanischen Thron mit Nachdruck. Unter seiner Führung und durch das Wirken bedeutender Feldherren wie Prinz Eugen von Savoyen erzielten die kaiserlichen Truppen entscheidende Siege gegen das Frankreich Ludwigs XIV. im Reich und in Italien.
Innenpolitisch zeigte er sich als reformorientierter Monarch, der die verkrusteten Verwaltungsstrukturen am Wiener Hof aufzubrechen suchte. Er bemühte sich um eine Sanierung der zerrütteten Staatsfinanzen und zeigte in Glaubensfragen eine pragmatischere Haltung als seine streng gegenreformatorischen Vorgänger. Auch im Konflikt mit den ungarischen Kuruzen unter Franz II. Rákóczi suchte er nach einer diplomatischen Lösung, die jedoch erst nach seinem plötzlichen Tod durch die Pocken realisiert wurde.
In der dynastischen Geschichte bleibt Joseph I. durch seine Ehe mit Wilhelmine Amalie von Braunschweig-Lüneburg präsent. Da aus dieser Verbindung kein männlicher Erbe hervorging, regelte er die Thronfolge im Pactum mutuae successionis, was später die Grundlage für die Pragmatische Sanktion seines Bruders Karl VI. bildete.