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Margarete von Kleve, Herzogin von Bayern-München

Haus: Kleve

* 24.02.1416 – † 20.05.1444 (Stuttgart)

Ehen:
1. — · mit Wilhelm III.
Margarete von Kleve
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Margarete von Kleve entstammte dem bedeutenden Adelsgeschlecht von Kleve-Mark und wuchs als älteste Tochter ihres Hauses auf, das im Reich zu den einflussreichen dynastischen Linien zählte. Sie war eng in die Heirats- und Machtpolitik des 15. Jahrhunderts eingebunden und stand schon früh im Fokus politischer Allianzen, darunter eine anvisierte Ehe mit einem hessischen Landgrafen, die jedoch nicht zustande kam. 

Später verband Margarete ihr Leben durch Heirat mit Wilhelm III., dem Herzog von Bayern-München. Diese Verbindung war Teil der weitgespannten Netzwerke zwischen Kleve und den wittelsbachischen Herrscherhäusern, die über Heiraten politische Stabilität und gegenseitige Unterstützung suchten. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor, die jedoch früh verstarben – ein Schicksal, das für viele höfische Familien jener Zeit tragisch war. 

Nach dem Tod ihres ersten Gemahls knüpfte Margarete erneut dynastische Bande, indem sie in zweiter Ehe Ulrich V. von Württemberg heiratete. Aus dieser zweiten Verbindung stammt eine Tochter, die später einen geistlichen Weg einschlug und in Würzburg in klösterliche Gemeinschaften eintrat. 

Margaretes Leben und ihre Position als Ehefrau bedeutender Fürsten prägten nicht nur familiäre Verhältnisse, sondern spiegelten auch die politischen Herausforderungen und Netzwerke des spätmittelalterlichen Reiches wider. Ihre verschiedenen Rollen – als Tochter eines herzoglichen Hauses, als wittelsbachische Herzogin und als württembergische Gräfin – zeigen, wie sehr Heiraten im Hochadel strategischen Charakter hatten. 

In der Erinnerungskultur taucht sie gelegentlich als Figur in historischen Festspielen auf, was ihre Wahrnehmung über die reine Genealogie hinaus bereichert.