Stephan III. der Kneißl, Herzog von Bayern-Ingolstadt
Haus: Wittelsbach Linie: Bayern-Ingolstadt
* 1337 – † 25.09.1413 (Kloster Niederschönenfeld)
Kinder
Kinder mit Taddea Visconti
Stephan III. von Bayern, bekannt als „der Kneißel“ oder „der Prächtige“, war eine der schillerndsten und zugleich streitbarsten Figuren der Wittelsbacher im 14. Jahrhundert. Er wurde um 1337 als ältester Sohn Herzog Stephans II. und der Elisabeth von Sizilien geboren. Sein Leben war geprägt von dem Versuch, die Macht des Hauses Bayern-München zu festigen und gleichzeitig den kulturellen Glanz seines Hofes nach dem Vorbild der großen europäischen Fürstenhäuser zu steigern.
Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1375 regierte Stephan III. zunächst gemeinsam mit seinen Brüdern Friedrich und Johann II. über das gesamte Teilherzogtum Bayern-Landshut. Diese gemeinschaftliche Herrschaft war jedoch von tiefem Misstrauen und ständigen Machtkämpfen überschattet. Während Stephan den ausschweifenden Lebensstil eines Ritters und Mäzens pflegte, waren seine Brüder eher auf Sparsamkeit und Verwaltung bedacht. Die Spannungen führten schließlich im Jahr 1392 zur großen bayerischen Landesteilung, bei der die Linien Bayern-Landshut, Bayern-Ingolstadt und Bayern-München entstanden. Stephan III. wurde zum Begründer der Linie Bayern-Ingolstadt.
Als Herzog von Bayern-Ingolstadt verfolgte er eine aggressive Expansionspolitik, die ihn in zahlreiche Konflikte verwickelte. Er versuchte beharrlich, seinen Einfluss in Oberbayern auf Kosten seines Bruders Johann II. auszuweiten, was zu langwierigen Kriegen innerhalb der Familie führte. Zudem engagierte er sich stark in der europäischen Politik, insbesondere in Italien, wo er versuchte, die Ansprüche seiner Mutter auf das Erbe der Sizilianischen Aragonier geltend zu machen. Seine Beteiligung an den italienischen Feldzügen und seine Vorliebe für französische Mode und ritterliche Turniere verschlangen enorme Summen, was die Finanzen seines Herzogtums schwer belastete.
Trotz seiner kriegerischen und kostspieligen Natur war Stephan III. ein großer Förderer der Künste und der Architektur. Er baute Ingolstadt zur prächtigen Residenzstadt aus und legte den Grundstein für das Neue Schloss, das heute eines der bedeutendsten Bauwerke der Spätgotik in Bayern ist. Seine Heirat mit Taddea Visconti, einer Tochter des mächtigen Stadtherrn von Mailand, brachte italienisches Flair und Reichtum an seinen Hof. Aus dieser Ehe ging unter anderem Isabeau de Bavière hervor, die spätere Königin von Frankreich, was die enorme dynastische Bedeutung Stephans III. unterstreicht.
Stephan III. verstarb im Jahr 1413 in Niederschönenfeld. Sein Erbe trat sein Sohn Ludwig VII., genannt der Bärtige, an, der die ambitionierte, aber auch konfliktreiche Politik seines Vaters fortsetzte. In der bayerischen Geschichte bleibt Stephan III. als ein Herrscher in Erinnerung, der durch seinen Drang nach Pracht und Macht das Schicksal der Wittelsbacher Lande nachhaltig spaltete, aber auch kulturelle Akzente setzte, die weit über seine Zeit hinausstrahlten.
Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1375 regierte Stephan III. zunächst gemeinsam mit seinen Brüdern Friedrich und Johann II. über das gesamte Teilherzogtum Bayern-Landshut. Diese gemeinschaftliche Herrschaft war jedoch von tiefem Misstrauen und ständigen Machtkämpfen überschattet. Während Stephan den ausschweifenden Lebensstil eines Ritters und Mäzens pflegte, waren seine Brüder eher auf Sparsamkeit und Verwaltung bedacht. Die Spannungen führten schließlich im Jahr 1392 zur großen bayerischen Landesteilung, bei der die Linien Bayern-Landshut, Bayern-Ingolstadt und Bayern-München entstanden. Stephan III. wurde zum Begründer der Linie Bayern-Ingolstadt.
Als Herzog von Bayern-Ingolstadt verfolgte er eine aggressive Expansionspolitik, die ihn in zahlreiche Konflikte verwickelte. Er versuchte beharrlich, seinen Einfluss in Oberbayern auf Kosten seines Bruders Johann II. auszuweiten, was zu langwierigen Kriegen innerhalb der Familie führte. Zudem engagierte er sich stark in der europäischen Politik, insbesondere in Italien, wo er versuchte, die Ansprüche seiner Mutter auf das Erbe der Sizilianischen Aragonier geltend zu machen. Seine Beteiligung an den italienischen Feldzügen und seine Vorliebe für französische Mode und ritterliche Turniere verschlangen enorme Summen, was die Finanzen seines Herzogtums schwer belastete.
Trotz seiner kriegerischen und kostspieligen Natur war Stephan III. ein großer Förderer der Künste und der Architektur. Er baute Ingolstadt zur prächtigen Residenzstadt aus und legte den Grundstein für das Neue Schloss, das heute eines der bedeutendsten Bauwerke der Spätgotik in Bayern ist. Seine Heirat mit Taddea Visconti, einer Tochter des mächtigen Stadtherrn von Mailand, brachte italienisches Flair und Reichtum an seinen Hof. Aus dieser Ehe ging unter anderem Isabeau de Bavière hervor, die spätere Königin von Frankreich, was die enorme dynastische Bedeutung Stephans III. unterstreicht.
Stephan III. verstarb im Jahr 1413 in Niederschönenfeld. Sein Erbe trat sein Sohn Ludwig VII., genannt der Bärtige, an, der die ambitionierte, aber auch konfliktreiche Politik seines Vaters fortsetzte. In der bayerischen Geschichte bleibt Stephan III. als ein Herrscher in Erinnerung, der durch seinen Drang nach Pracht und Macht das Schicksal der Wittelsbacher Lande nachhaltig spaltete, aber auch kulturelle Akzente setzte, die weit über seine Zeit hinausstrahlten.
Quelle
https://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_III._(Bayern)