Franz II., König beider Sizilien
Haus: Bourbon Linie: Sizilien
* 16.01.1836 (Neapel) – † 27.12.1894 (Arco) · Basilika Santa Chiara
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Kinder mit Marie Sophie Amalie Herzogin in Bayern
ranz II., der letzte König beider Sizilien, steht als tragische Figur am Ende der bourbonischen Herrschaft in Süditalien. Seine Biografie ist untrennbar mit dem Prozess der italienischen Nationalstaatsgründung (Risorgimento) und dem Untergang seines Reiches verbunden. Durch seine Heirat mit Herzogin Marie in Bayern, einer Schwester der Kaiserin Elisabeth von Österreich, wurde er Teil des engmaschigen Verwandtschaftsnetzes zwischen den Häusern Wittelsbach und Bourbon.
Seine kurze Regierungszeit war durch den massiven Druck der Truppen Garibaldis geprägt. Historische Bedeutung erlangte Franz II. insbesondere durch die Verteidigung der Festung Gaeta, in der er gemeinsam mit seiner Gemahlin Marie monatelang Widerstand gegen die piemontesischen Truppen leistete. Dieses Ereignis machte das Paar in ganz Europa bekannt und festigte das Bild der „Heldenkönigin“ Marie, während Franz II. nach der Kapitulation 1861 den Thron verlor und ins Exil gehen musste.
Den Rest seines Lebens verbrachte er überwiegend in Rom, Paris und Bayern. Sein Exil war geprägt von dem Bemühen, die Rechte seiner Familie zu wahren, wobei er sich zunehmend religiösen und privaten Interessen zuwandte. Da seine einzige Tochter bereits im Säuglingsalter verstarb, erlosch mit ihm die direkte Herrschaftslinie. Seine Verbindung zur Münchner Stadtgeschichte blieb durch regelmäßige Aufenthalte in der Heimat seiner Frau sowie durch die engen familiären Bande zu den im bayerischen Exil lebenden Verwandten bestehen. Sein Lebensweg illustriert exemplarisch das Schicksal europäischer Monarchen im Spannungsfeld zwischen dynastischer Tradition und dem Aufkommen moderner Nationalstaaten.
Seine kurze Regierungszeit war durch den massiven Druck der Truppen Garibaldis geprägt. Historische Bedeutung erlangte Franz II. insbesondere durch die Verteidigung der Festung Gaeta, in der er gemeinsam mit seiner Gemahlin Marie monatelang Widerstand gegen die piemontesischen Truppen leistete. Dieses Ereignis machte das Paar in ganz Europa bekannt und festigte das Bild der „Heldenkönigin“ Marie, während Franz II. nach der Kapitulation 1861 den Thron verlor und ins Exil gehen musste.
Den Rest seines Lebens verbrachte er überwiegend in Rom, Paris und Bayern. Sein Exil war geprägt von dem Bemühen, die Rechte seiner Familie zu wahren, wobei er sich zunehmend religiösen und privaten Interessen zuwandte. Da seine einzige Tochter bereits im Säuglingsalter verstarb, erlosch mit ihm die direkte Herrschaftslinie. Seine Verbindung zur Münchner Stadtgeschichte blieb durch regelmäßige Aufenthalte in der Heimat seiner Frau sowie durch die engen familiären Bande zu den im bayerischen Exil lebenden Verwandten bestehen. Sein Lebensweg illustriert exemplarisch das Schicksal europäischer Monarchen im Spannungsfeld zwischen dynastischer Tradition und dem Aufkommen moderner Nationalstaaten.