Clemens Franz de Paula, Prinz von Bayern
Haus: Wittelsbach Linie: von Bayern
* 19.04.1722 (München) – † 06.08.1770 (München) · Theatinerkirche
Kinder
Kinder mit Maria Anna von Pfalz-Sulzbach
Clemens Franz de Paula von Bayern nahm als Enkel des Kurfürsten Max Emanuel eine Schlüsselrolle am Münchner Hof des 18. Jahrhunderts ein. Über ein Vierteljahrhundert hinweg galt er als der voraussichtliche Erbe der bayerischen Kurwürde, da die Ehe seines Cousins Kurfürst Maximilian III. Joseph kinderlos geblieben war. Diese Position als faktischer Thronfolger verlieh ihm ein besonderes politisches Gewicht, auch wenn das Schicksal der Dynastie schließlich andere Wege ging.
In München war Clemens Franz als vielseitiger Förderer der schönen Künste und Wissenschaften bekannt. Sein Stadtschloss wurde zu einem kulturellen Zentrum, in dem er eine eigene Hofkapelle und ein privates Hoftheater unterhielt. Besonders eng verbunden war er mit seinem Kabinettssekretär, dem Gelehrten Andreas Felix von Oefele, der seine kulturellen Ambitionen unterstützte. Ein bleibendes architektonisches Zeugnis seiner Lebensart war das sogenannte „Clemensschlößl“ im heutigen Herzog-Maxburg-Garten, das ihm als Sommerresidenz diente und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts das Stadtbild prägte.
Obwohl seine eigenen Kinder das Erwachsenenalter nicht erreichten und die bayerische Hauptlinie der Wittelsbacher somit mit seinem Cousin ausstarb, bleibt Clemens Franz als bedeutende Gestalt der Münchner Geschichte in Erinnerung. Er verkörperte den Typus des gebildeten, kunstsinnigen Prinzen, der die Landeshauptstadt durch seine repräsentative Hofhaltung und sein Mäzenatentum bereicherte. Seine letzte Ruhestätte fand er standesgemäß in der Theatinerkirche, womit er auch im Tod fest im Herzen Münchens verankert blieb.
In München war Clemens Franz als vielseitiger Förderer der schönen Künste und Wissenschaften bekannt. Sein Stadtschloss wurde zu einem kulturellen Zentrum, in dem er eine eigene Hofkapelle und ein privates Hoftheater unterhielt. Besonders eng verbunden war er mit seinem Kabinettssekretär, dem Gelehrten Andreas Felix von Oefele, der seine kulturellen Ambitionen unterstützte. Ein bleibendes architektonisches Zeugnis seiner Lebensart war das sogenannte „Clemensschlößl“ im heutigen Herzog-Maxburg-Garten, das ihm als Sommerresidenz diente und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts das Stadtbild prägte.
Obwohl seine eigenen Kinder das Erwachsenenalter nicht erreichten und die bayerische Hauptlinie der Wittelsbacher somit mit seinem Cousin ausstarb, bleibt Clemens Franz als bedeutende Gestalt der Münchner Geschichte in Erinnerung. Er verkörperte den Typus des gebildeten, kunstsinnigen Prinzen, der die Landeshauptstadt durch seine repräsentative Hofhaltung und sein Mäzenatentum bereicherte. Seine letzte Ruhestätte fand er standesgemäß in der Theatinerkirche, womit er auch im Tod fest im Herzen Münchens verankert blieb.