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Friedrich Bernhard

Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Gelnhausen

* 28.05.1697 (Gelnhausen) – † 05.08.1739 (Gelnhausen)

Ehen:
1. 30.05.1737 in Arolson · mit Ernestine Luise
Friedrich Bernhard

Kinder

Pfalzgraf Friedrich Bernhard von Pfalz-Gelnhausen war ein Angehöriger einer jüngeren Nebenlinie der Wittelsbacher, die im 18. Jahrhundert eine besondere Rolle innerhalb des Hauses Pfalz-Zweibrücken einnahm. Als ältester Sohn von Johann Karl von Pfalz-Gelnhausen und dessen zweiter Ehefrau Esther Maria von Witzleben wuchs er in einer Familie auf, deren Status zunächst intern umstritten war. Da die Verbindung seiner Eltern als unstandesgemäß galt, musste die Anerkennung der Erbfolge für die Linie Gelnhausen erst mühsam juristisch und dynastisch erkämpft werden.

Nach dem Tod seines Vaters übernahm Friedrich Bernhard die Herrschaft über das kleine Deputatfürstentum Gelnhausen. Sein Leben war eng mit dem militärischen Dienst verknüpft, der für nachgeborene Prinzen seiner Zeit oft den vorgezeichneten Weg darstellte. Er trat in französische Dienste und kommandierte dort das prestigeträchtige Regiment „Royal-Alsace“, was seine enge Bindung an die politischen Strukturen des westlichen Nachbarn verdeutlicht.

Durch seine Heirat mit Ernestine Louise von Waldeck-Pyrmont festigte er die Stellung seiner Familie im Gefüge der deutschen Reichsfürsten. Die Verbindung blieb jedoch ohne männliche Nachkommen, weshalb das Erbe nach seinem frühen Ableben an seinen jüngeren Bruder Johann fiel.