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Maria Amalie von Sachsen, Herzogin von Pfalz-Zweibrücken

Haus: Sachsen

* 26.09.1757 (Dresden) – † 20.04.1831 (Neuburg an der Donau) · Hofkirche (Fürstengruft)

Ehen:
1. 12.02.1774 in Hauskapelle des Dresdener Schlosses · mit Karl II. August Christian
Maria Amalie von Sachsen
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Maria Amalie von Sachsen war eine sächsische Prinzessin, die durch ihre Heirat mit dem Pfalzgrafen Karl II. August von Zweibrücken eine Brücke zwischen dem Haus Wettin und den Wittelsbachern schlug. Als Tochter des sächsischen Kurfürsten Friedrich Christian wuchs sie in einem der kulturell glanzvollsten Höfe Europas auf und brachte diesen Anspruch mit in ihre neue pfälzische Heimat.

Ihre Zeit als Herzogin von Zweibrücken war von den massiven Umbrüchen der Französischen Revolution geprägt. Gemeinsam mit ihrem Ehemann musste sie miterleben, wie das Herzogtum von französischen Truppen besetzt wurde und das prachtvolle Schloss Karlsberg, das als eines der bedeutendsten Barockschlösser galt, in Flammen aufging. Diese Zerstörung markierte das Ende der glanzvollen Hofhaltung in Zweibrücken und zwang das Paar zur Flucht.

Nach dem Tod ihres Mannes lebte Maria Amalie als Witwe in Neuburg an der Donau. In dieser späten Phase ihres Lebens widmete sie sich verstärkt wohltätigen Aufgaben und religiösen Stiftungen. Da ihr einziges Kind bereits im Kindesalter verstorben war, erlebte sie persönlich das Ende der direkten Zweibrücker Linie, während ihr Schwager Maximilian Joseph als erster bayerischer König die Geschichte der Wittelsbacher auf eine neue Stufe hob. Sie bleibt als eine Frau in Erinnerung, die den Glanz des alten Reiches repräsentierte und dessen dramatischen Untergang hautnah miterlebte.