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Magdalena von Jülich-Kleve-Berg

Haus: Jülich-Kleve-Berg

* 02.11.1553 – † 30.08.1633 · Schlosskirche

Ehen:
1. 1579 in Bergzabern · mit Johann I.
Magdalena von Jülich-Kleve-Berg
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Magdalena von Jülich-Kleve-Berg war eine bedeutende Herzogstochter, deren Vermählung eine weitreichende dynastische Verbindung zwischen dem Rheinland und der Pfalz schuf. Als Tochter von Herzog Wilhelm dem Reichen entstammte sie einem der mächtigsten Häuser Westdeutschlands, das über die strategisch wichtigen Territorien Jülich, Kleve und Berg gebot.

Durch ihre Heirat mit Pfalzgraf Johann I. von Zweibrücken trat sie in das Haus Wittelsbach ein. Diese Allianz war nicht nur von persönlicher, sondern vor allem von politischer Tragweite: Magdalena brachte als Mitgift einen Anspruch auf das jülich-clevische Erbe in die Ehe ein. Dieser Erbanspruch sollte nach dem Tod ihres kinderlosen Bruders zu einem der langwierigsten und folgenreichsten Rechtsstreite der deutschen Geschichte führen, dem Jülich-Klevischen Erbfolgestreit, in dem die Wittelsbacher eine zentrale Rolle spielten.

In ihrer neuen Heimat Zweibrücken wirkte sie als Herzogin in einer Ära des religiösen und politischen Umbruchs. Sie schenkte ihrem Ehemann zahlreiche Kinder und sicherte so den Fortbestand der Zweibrücker Linie. Über ihr Wirken hinaus bleibt sie in der Geschichte vor allem als Schlüsselfigur in den komplexen Erbfolgefragen des 17. Jahrhunderts präsent, die die Landkarte des Heiligen Römischen Reiches nachhaltig veränderten.