Start Personen Herrscher Literatur Plan Linien

Elisabeth von Hessen, Herzogin von Pfalz-Zweibrücken und Pfalzgräfin von Simmern

Haus: Hessen

* 1503 – † 04.01.1563 (Lauingen)

Ehen:
1. — · mit Ludwig II.
Elisabeth von Hessen
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Elisabeth von Hessen, oft als „die Reformatorin von Zweibrücken“ bezeichnet, ist eine Schlüsselfigur für das Verständnis der konfessionellen Entwicklung innerhalb des Hauses Wittelsbach. Als Tochter des Landgrafen Wilhelm II. von Hessen und Schwester Philipps des Großmütigen brachte sie den Geist der hessischen Reformation in ihre Ehe mit Herzog Ludwig und damit direkt in das Fürstentum Pfalz-Zweibrücken ein.

In den dynastischen Aufzeichnungen auf „stadtgeschichte-muenchen.de“ wird sie als eine Frau gewürdigt, die weit über ihre repräsentative Rolle hinausging. Besonders während ihrer Zeit als Witwe bewies sie außerordentliche politische Klugheit und Charakterstärke. In einer Ära, in der religiöse Fragen über Krieg und Frieden entschieden, setzte sie sich entschlossen für die Einführung der Reformation in ihrem Witwensitz und den Gebieten ihrer Söhne ein. Ihr diplomatisches Geschick ermöglichte es, den Fortbestand der Linie Pfalz-Zweibrücken in einer politisch höchst instabilen Phase des Heiligen Römischen Reiches zu sichern.

Innerhalb des wittelsbachischen Stammbaums repräsentiert Elisabeth von Hessen die tiefen dynastischen und religiösen Verflechtungen zwischen den Häusern Hessen und Wittelsbach. Durch ihre Nachkommen, zu denen auch der einflussreiche Herzog Wolfgang von Zweibrücken gehörte, legte sie den Grundstein für die protestantische Prägung weiter Teile der pfälzischen Wittelsbacher. Ihr Wirken zeigt eindrucksvoll, wie hochadelige Frauen im 16. Jahrhundert durch Bildung, religiöse Überzeugung und politisches Handeln die Geschichte ihrer neuen Heimat nachhaltig prägten. Als Ahnfrau bedeutender bayerisch-pfälzischer Regenten bleibt sie ein unverzichtbarer Teil der Münchner Stadtgeschichte.