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Elisabeth Stuart

Haus: Stuart

* 19.08.1596 (Falkland Palace, Fife, Schottland) – † 13.02.1662

Ehen:
1. — · mit Friedrich V.
Elisabeth Stuart
Herrscher
1613-1623 Kurfürstin von der Pfalz
1619-1620 Königin von Böhmen
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Elisabeth Stuart, oft als die „Winterkönigin“ bezeichnet, ist eine der faszinierendsten und politisch einflussreichsten Frauenfiguren im wittelsbachischen Stammbaum auf „stadtgeschichte-muenchen.de“. Als Tochter des englischen Königs Jakob I. brachte sie den Glanz der Stuarts in die Kurpfalz, als sie Friedrich V. heiratete. Ihre Verbindung nach München und zum Hause Wittelsbach ist von besonderer historischer Tragweite, da ihr Schicksal untrennbar mit dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges verknüpft ist.

Ihre nur kurze Zeit währende Herrschaft in Prag gab ihr jenen Beinamen, der in die Weltgeschichte einging. Doch Elisabeth war weit mehr als nur eine Gemahlin an der Seite eines glücklosen Kurfürsten. Sie galt als hochgebildete, willensstarke Frau, die selbst im jahrzehntelangen Exil in Den Haag die dynastischen Fäden zog und unermüdlich für die Rückgewinnung der pfälzischen Lande kämpfte. Ihr diplomatisches Geschick und ihre unerschütterliche Haltung machten sie zu einer zentralen Identifikationsfigur für den protestantischen Adel Europas.

Innerhalb der dynastischen Aufzeichnungen repräsentiert Elisabeth Stuart die enge Verflechtung der bayerisch-pfälzischen Linien mit den großen europäischen Mächten. Durch ihre zahlreichen Kinder, darunter die berühmte Sophie von der Pfalz, wurde sie zur Stammmutter des späteren britischen Königshauses Hannover. Ihr Erbe verbindet somit die Münchner Stadtgeschichte über die Pfalz direkt mit der Weltgeschichte. Als Persönlichkeit, die zwischen kultureller Prachtentfaltung und den bitteren Entbehrungen des Krieges stand, bleibt sie ein leuchtendes Beispiel für weibliche Resilienz innerhalb des wittelsbachischen Hauses.