Start Personen Herrscher Literatur Plan Linien

Elisabeth von der Pfalz, Markgräfin von Baden

Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz

* 16.11.1483 (Heidelberg) – † 24.06.1522 (Baden-Baden)

Elisabeth von der Pfalz

Kinder

Keine Kinder erfasst
Elisabeth von der Pfalz nimmt als Markgräfin von Baden eine bedeutende Rolle im wittelsbachischen Beziehungsgefüge des ausgehenden Mittelalters ein. Als Tochter des Kurfürsten Philipp des Aufrichtigen entsprang sie dem pfälzischen Zweig der Dynastie und verkörperte durch ihre Herkunft die politische Stabilität und den kulturellen Anspruch des Heidelberger Hofes. Ihre Verbindung nach München und in die bayerische Landesgeschichte wird vor allem durch die dynastische Netzwerkarbeit deutlich, die das Haus Wittelsbach über Generationen hinweg mit den angrenzenden Territorien des Reiches festigte.

Innerhalb der biografischen Aufzeichnungen auf „stadtgeschichte-muenchen.de“ steht Elisabeth für die strategische Heiratspolitik jener Ära. Durch ihre Vermählung mit Markgraf Philipp I. von Baden trug sie dazu bei, die Interessen der Pfälzer Wittelsbacher im südwestdeutschen Raum zu verankern. In einer Zeit, die von territorialen Umbrüchen und der Suche nach politischem Gleichgewicht geprägt war, fungierte sie als wichtiges Bindeglied zwischen zwei der einflussreichsten Häuser Süddeutschlands.

Ihr Wirken als Landesmutter war von einem tiefen Pflichtbewusstsein gegenüber ihrem neuen Herrschaftsbereich geprägt, wobei sie die familiären Bande zu ihren pfälzischen Verwandten stets pflegte. Als Stammmutter zahlreicher Nachkommen sicherte sie den Fortbestand der badischen Linie und festigte gleichzeitig das Ansehen der Wittelsbacher in der Fremde. Ihre Biografie ist ein Zeugnis dafür, wie hochadelige Frauen durch Klugheit und dynastische Loyalität den kulturellen Austausch und den politischen Frieden zwischen den Fürstenhäusern sicherten.