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Beatrix, Herzogin von Bayern

Haus: Wittelsbach Linie: Bayern-München

* 1403 – † 12.03.1447 (Neumarkt in der Oberpfalz)

Beatrix

Kinder

Keine Kinder erfasst
Beatrix von Bayern war eine zentrale Figur in den dynastischen Verflechtungen des spätmittelalterlichen Bayerns. Als Tochter von Herzog Ernst aus der Linie Bayern-München und der Mailänderin Elisabetta Visconti wuchs sie in einer Zeit auf, in der die verschiedenen Zweige der Wittelsbacher erbittert um Einfluss und Territorien rangen. Ihre Biografie ist eng mit dem Schicksal ihres Bruders Albrecht III. verknüpft, dessen heimliche Ehe mit der Baderstochter Agnes Bernauer das Herzogtum in eine schwere Krise stürzte.

In der Münchner Stadtgeschichte wird Beatrix oft im Schatten dieser dramatischen Ereignisse genannt, doch ihre eigene Rolle war politisch hochkarätig. Durch ihre Vermählung mit Graf Hermann III. von Cilli und in zweiter Ehe mit Pfalzgraf Johann von Pfalz-Neumarkt fungierte sie als diplomatische Brücke zwischen den bayerischen Teilherzogtümern und den angrenzenden Mächten. Besonders ihre Zeit in Neumarkt in der Oberpfalz war bedeutend, da sie dort an der Seite eines Mannes lebte, der als Verteidiger gegen die Hussiten weithin bekannt war.

Ihr Leben spiegelt die Zerrissenheit des damaligen Bayerns wider, in dem familiäre Loyalitäten oft mit machtpolitischen Interessen kollidierten. Trotz der Spannungen innerhalb ihrer Familie galt Beatrix als eine Frau, die durch ihre vornehmen Verbindungen das Ansehen des Münchner Hofes in der Ferne wahrte. Sie verstarb in Neumarkt, wo sie auch ihre letzte Ruhe fand. Ihr Erbe ist Teil jener komplexen Erbteilungen und Wiedervereinigungen, die das Gesicht des heutigen Bayerns über Jahrhunderte geformt haben.