Hedwig Elisabeth Amalia von Pfalz-Neuburg, Kronprinzessin von Polen
Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Neuburg
* 18.07.1673 (Düsseldorf) – † 11.08.1722 (Ohlau) · Dom vermutlich
Kinder
Keine Kinder erfasst
edwig Elisabeth Amalia von der Pfalz war eine bedeutende Prinzessin aus dem Hause Pfalz-Neuburg, deren Leben die weitreichenden dynastischen Ambitionen der Wittelsbacher im 17. und 18. Jahrhundert verdeutlicht. Als Tochter des Kurfürsten Philipp Wilhelm von der Pfalz und der Elisabeth Amalie von Hessen-Darmstadt wuchs sie in einer der kinderreichsten und politisch am besten vernetzten Familien Europas auf.
Ihre Vermählung mit Jakob Ludwig Sobieski, dem Sohn des berühmten polnischen Königs Johann III. Sobieski, im Jahr 1691 war ein klares Zeichen für das Bestreben ihres Vaters, den Einfluss der Wittelsbacher bis nach Osteuropa auszudehnen. Durch diese Ehe wurde sie zur Kronprinzessin von Polen. Obwohl ihr Gemahl nach dem Tod seines Vaters nicht die polnische Königskrone erringen konnte, blieb das Paar eine zentrale Figur in der europäischen Diplomatie jener Zeit.
In der Familiengeschichte ist sie vor allem als Schwester von zwei Kaiserinnen, einer Königin von Spanien und einer Königin von Portugal bekannt. Diese außergewöhnliche Geschwisterfolge sicherte dem Haus Pfalz-Neuburg über Jahrzehnte hinweg eine dominante Stellung in den katholischen Herrschaftshäusern des Kontinents. Hedwig Elisabeth Amalia selbst galt als hochgebildet und spielte eine wichtige Rolle bei der Vermittlung kultureller und politischer Interessen zwischen den Höfen in Düsseldorf, Breslau und Warschau.
Für die Stadtgeschichte Münchens und den bayerischen Stammbaum ist sie als Tante und Zeitgenossin jener Wittelsbacher von Interesse, die später die pfälzischen und bayerischen Erblande wieder vereinigten. Ihr Schicksal zeigt, wie eng die Münchner und Pfälzer Linien mit dem europäischen Hochadel verwoben waren.
Nach dem Tod ihres Mannes und turbulenten Jahren in der polnischen Politik zog sie sich nach Schlesien zurück, das damals unter der Verwaltung ihres Bruders Franz Ludwig stand. Sie verstarb in Ohlau und wurde dort beigesetzt. Ihr Erbe lebte insbesondere durch ihre Töchter weiter, von denen Maria Clementina Sobieska durch ihre Heirat mit dem englischen Thronprätendenten James Francis Edward Stuart erneut Weltgeschichte schrieb.
Ihre Vermählung mit Jakob Ludwig Sobieski, dem Sohn des berühmten polnischen Königs Johann III. Sobieski, im Jahr 1691 war ein klares Zeichen für das Bestreben ihres Vaters, den Einfluss der Wittelsbacher bis nach Osteuropa auszudehnen. Durch diese Ehe wurde sie zur Kronprinzessin von Polen. Obwohl ihr Gemahl nach dem Tod seines Vaters nicht die polnische Königskrone erringen konnte, blieb das Paar eine zentrale Figur in der europäischen Diplomatie jener Zeit.
In der Familiengeschichte ist sie vor allem als Schwester von zwei Kaiserinnen, einer Königin von Spanien und einer Königin von Portugal bekannt. Diese außergewöhnliche Geschwisterfolge sicherte dem Haus Pfalz-Neuburg über Jahrzehnte hinweg eine dominante Stellung in den katholischen Herrschaftshäusern des Kontinents. Hedwig Elisabeth Amalia selbst galt als hochgebildet und spielte eine wichtige Rolle bei der Vermittlung kultureller und politischer Interessen zwischen den Höfen in Düsseldorf, Breslau und Warschau.
Für die Stadtgeschichte Münchens und den bayerischen Stammbaum ist sie als Tante und Zeitgenossin jener Wittelsbacher von Interesse, die später die pfälzischen und bayerischen Erblande wieder vereinigten. Ihr Schicksal zeigt, wie eng die Münchner und Pfälzer Linien mit dem europäischen Hochadel verwoben waren.
Nach dem Tod ihres Mannes und turbulenten Jahren in der polnischen Politik zog sie sich nach Schlesien zurück, das damals unter der Verwaltung ihres Bruders Franz Ludwig stand. Sie verstarb in Ohlau und wurde dort beigesetzt. Ihr Erbe lebte insbesondere durch ihre Töchter weiter, von denen Maria Clementina Sobieska durch ihre Heirat mit dem englischen Thronprätendenten James Francis Edward Stuart erneut Weltgeschichte schrieb.