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Theresa Katharina Lubomirska, Prinzessin

Haus: Lubomirska

* 01.01.1685 – † 07.01.1712 (Insbruck)

Ehen:
1. 15.12.1701 in Krakau · mit Karl III. Philipp von der Pfalz
Theresa Katharina Lubomirska
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Theresa Katharina Lubomirska war eine polnische Prinzessin, die durch ihre Heirat mit dem Kurfürsten Karl III. Philipp von der Pfalz zur Kurfürstin und bedeutenden Figur am Heidelberger und Innsbrucker Hof wurde. Sie wurde 1685 als Tochter des polnischen Magnaten Józef Karol Lubomirski und der Teofila Ludwika Zasławska geboren. Ihre Herkunft aus einer der mächtigsten und wohlhabendsten Adelsfamilien Polens machte sie zu einer politisch hochinteressanten Braut für die wittelsbachischen Ambitionen im Osten Europas.

Die Hochzeit fand im Jahr 1701 in Krakau statt und war Teil einer strategischen Allianz, die das Haus Wittelsbach enger mit dem polnischen Adel verknüpfen sollte. Als Karl Philipp 1716 die Nachfolge als Kurfürst von der Pfalz antrat, wurde Theresa Katharina zur Kurfürstin. Ihr Leben an der Seite des Kurfürsten war jedoch von den ständigen Umzügen des Hofes geprägt, da ihr Mann nacheinander als kaiserlicher Statthalter in Innsbruck und später als Herrscher in Heidelberg und Mannheim agierte.

In der Geschichte der Kurpfalz wird sie oft als eine Frau beschrieben, die ihre polnische Identität und ihre tiefe katholische Frömmigkeit pflegte. Sie brachte einen Hauch des osteuropäischen Barocks an den kurpfälzischen Hof. Aus der Ehe gingen mehrere Kinder hervor, von denen jedoch nur die Tochter Elisabeth Auguste Sophie das Erwachsenenalter erreichte. Diese Tochter wurde später die Mutter des Kurfürsten Karl Theodor, wodurch Theresa Katharina zur direkten Vorfahrin der späteren bayerischen Könige wurde.

Theresa Katharina verstarb im Jahr 1712 in Innsbruck, noch bevor ihr Mann die Kurwürde in Heidelberg offiziell übernahm. Ihr früher Tod verhinderte, dass sie den vollen Glanz der neuen Mannheimer Residenz miterlebte, die unter ihrem Ehemann zur Blüte geführt wurde. Sie wurde in der Hofkirche in Innsbruck beigesetzt, weit entfernt von ihrer polnischen Heimat und dem späteren Machtzentrum ihres Mannes am Rhein. Ihr Vermächtnis blieb vor allem durch ihre Tochter erhalten, die das Erbe der Sulzbacher und Neuburger Linien im Haus Wittelsbach vereinte.