Berthold II. Graf von Bogen

Berthold II., Graf von Bogen

Haus: Bogen

* 1125 – † 21.03.1167

Ehen:
1. — · mit Luitgard
Berthold II.
Herrscher
Graf von Bogen und Windberg
Vogt von Oberaltaich, Windberg und Prüfening.
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Berthold II. von Bogen verkörpert die machtpolitische Konsolidierung eines der bedeutendsten bayerischen Adelsgeschlechter des Hochmittelalters. Als Graf von Bogen und Inhaber wichtiger Vogteirechte über bedeutende Klöster wie Niederaltaich und Oberaltaich nahm er eine Schlüsselrolle im regionalen Herrschaftsgefüge ein. Seine Position basierte nicht nur auf umfangreichem Eigenbesitz im Donau- und Regenraum, sondern auch auf der engen Verflechtung mit den großen geistlichen und weltlichen Institutionen des Heiligen Römischen Reiches.

Durch seine erste Ehe mit Liutgard von Dießen und die zweite Verbindung mit Kunigunde von Berg festigte er Allianzen, die weit über den bayerischen Raum hinausreichten. Besonders die Verbindung zum Haus Berg verdeutlicht den hohen sozialen Status und den politischen Aktionsradius der Grafen von Bogen in dieser Epoche. In den chronikalischen Überlieferungen wird er als einflussreicher Akteur beschrieben, der die Interessen seiner Familie in den machtpolitischen Auseinandersetzungen seiner Zeit zu wahren wusste.

Sein Wirken steht exemplarisch für den Aufstieg des regionalen Hochadels, der durch die Ausübung von Schutzvogteien und die strategische Heiratspolitik die Grundlagen für eine territoriale Herrschaftsbildung legte. Damit schuf er die Voraussetzungen für die spätere Bedeutung der Grafen von Bogen, deren heraldisches Erbe in Form der charakteristischen Rauten bis heute das bayerische Landeswappen prägt.