Friedrich König

Friedrich der Schöne, König

Haus: Habsburg

* 1289 (Wien) – † 13.01.1330 (Gutenstein) Wien /Herzogsgruft im Stephansdom

Ehen:
1. 1313 in Barcelona · mit Elisabeth von Aragón
Friedrich
Herrscher
ab 1314 römisch-deutscher König
Eltern

Kinder

Friedrich der Schöne gehörte zum Haus Habsburg als einer der Söhne König Albrechts I. und seiner Gemahlin Elisabeth von Kärnten und übernahm nach dem Tod seines älteren Bruders sowie der Ermordung des Vaters die Herrschaft über die Herzogtümer Österreich und Steiermark, die er bis zu seinem Lebensende regierte. 

In den 1310er Jahren war er in den dynastischen Konflikt um die deutsche Königswahl verwickelt. Nach dem Tod Heinrichs VII. konkurrierte er mit seinem Wittelsbacher Vetter Ludwig um die Königskrone des Reichs; beide wurden in getrennten Wahlgängen gewählt und führten einen langwierigen Streit um die Herrschaft. Friedrich war zeitweise als Gegenkönig bzw. Mitkönig anerkannt, ehe diese Doppelherrschaft im Verlauf weiterer politischer und militärischer Auseinandersetzungen zugunsten Ludwigs entschied. 

Sein Engagement war nicht nur militärisch und dynastisch, sondern auch institutionell geprägt: Auch nach dem Ende seiner Ansprüche auf die deutsche Königsherrschaft blieb er in den östlichen habsburgischen Ländern als Territorialherr präsent und förderte klösterliche und kulturelle Einrichtungen, was sich etwa in der Gründung des Kartäuserklosters Mauerbach und in Testamentsschenkungen an zahlreiche Gotteshäuser und geistliche Gemeinschaften zeigt. 

Friedrichs Ehe mit einer Prinzessin aus Aragón, die dynastisch große Erwartungen verband, brachte mehrere Kinder hervor, von denen jedoch nur die Töchter längerfristig überlebten und durch Ehepartnerschaften in andere Hochadelsfamilien hineinwirkten. 

Im habsburgischen Stammbaum steht Friedrich der Schöne für eine Phase, in der die Familie trotz heftiger innerdynastischer Konflikte und externer Konkurrenz eine konsolidierte Stellung als Territorialherren in Österreich und Styria behauptete und zugleich versuchte, ihre dynastischen Ansprüche im Reich durchzusetzen.