Maximilian III. Joseph, Kurfürst
Haus: Wittelsbach Linie: Bayern
* 28.03.1727 (München) – † 30.12.1777 (München) · Theatinerkirche
Kinder
Keine Kinder erfasst
Maximilian III. Joseph, oft liebevoll der „Vielgeliebte“ genannt, war eine der sympathischsten und fortschrittlichsten Gestalten des bayerischen Rokoko. Als Sohn des unglücklichen Kaisers Karl VII. und der Maria Amalie von Österreich trat er 1745 die Herrschaft in einem Land an, das durch die Kriege seines Vaters völlig erschöpft und von österreichischen Truppen besetzt war.
Seine erste Amtshandlung war ein Akt politischer Vernunft: Im Frieden von Füssen verzichtete er auf die großmachtpolitischen Ansprüche seines Vaters und sicherte so das Überleben des bayerischen Staates. Dieser Schritt ermöglichte es ihm, sich ganz der inneren Reform Bayerns zu widmen. Er gilt als Prototyp des aufgeklärten Monarchen, der das Wohl seiner Untertanen über den dynastischen Glanz stellte.
Unter seiner Regierung erlebte Bayern einen beispiellosen Modernisierungsschub. Er gründete 1759 die Bayerische Akademie der Wissenschaften und reformierte das Schulwesen. Wirtschaftlich setzte er auf Innovationen wie die Gründung der Porzellanmanufaktur Nymphenburg, die bis heute Weltruf genießt. Zudem erließ er den „Codex Maximilianeus Bavaricus Civilis“, ein modernes Gesetzbuch, das die Rechtsordnung in Bayern vereinheitlichte und humanisierte.
Besonders bekannt war Maximilian für seine Volksnähe und seinen Sinn für Humor. In Hungerzeiten öffnete er die kurfürstlichen Kornkammern und verkaufte Teile des Silberschatzes, um Getreide für die Bevölkerung zu kaufen. Kulturell förderte er das Theater und die Musik; unter seiner Schirmherrschaft wurde das prächtige Cuvilliés-Theater in der Münchner Residenz errichtet, das als Juwel des bayerischen Rokoko gilt.
Sein Tod im Jahr 1777 markierte eine tiefe Zäsur in der Geschichte des Hauses Wittelsbach. Da er kinderlos verstarb, erlosch mit ihm die bayerische Linie der Wittelsbacher, die das Land seit Jahrhunderten regiert hatte. Sein Tod löste den Bayerischen Erbfolgekrieg aus, da nun die pfälzische Linie unter Karl Theodor das Erbe in München antreten musste.
Maximilian III. Joseph wurde in der Theatinerkirche in München beigesetzt. Er bleibt als der Herrscher in Erinnerung, der Bayern durch Aufklärung und Menschlichkeit aus der Krise führte und den Grundstein für die moderne bayerische Verwaltung und Wissenschaft legte.
Seine erste Amtshandlung war ein Akt politischer Vernunft: Im Frieden von Füssen verzichtete er auf die großmachtpolitischen Ansprüche seines Vaters und sicherte so das Überleben des bayerischen Staates. Dieser Schritt ermöglichte es ihm, sich ganz der inneren Reform Bayerns zu widmen. Er gilt als Prototyp des aufgeklärten Monarchen, der das Wohl seiner Untertanen über den dynastischen Glanz stellte.
Unter seiner Regierung erlebte Bayern einen beispiellosen Modernisierungsschub. Er gründete 1759 die Bayerische Akademie der Wissenschaften und reformierte das Schulwesen. Wirtschaftlich setzte er auf Innovationen wie die Gründung der Porzellanmanufaktur Nymphenburg, die bis heute Weltruf genießt. Zudem erließ er den „Codex Maximilianeus Bavaricus Civilis“, ein modernes Gesetzbuch, das die Rechtsordnung in Bayern vereinheitlichte und humanisierte.
Besonders bekannt war Maximilian für seine Volksnähe und seinen Sinn für Humor. In Hungerzeiten öffnete er die kurfürstlichen Kornkammern und verkaufte Teile des Silberschatzes, um Getreide für die Bevölkerung zu kaufen. Kulturell förderte er das Theater und die Musik; unter seiner Schirmherrschaft wurde das prächtige Cuvilliés-Theater in der Münchner Residenz errichtet, das als Juwel des bayerischen Rokoko gilt.
Sein Tod im Jahr 1777 markierte eine tiefe Zäsur in der Geschichte des Hauses Wittelsbach. Da er kinderlos verstarb, erlosch mit ihm die bayerische Linie der Wittelsbacher, die das Land seit Jahrhunderten regiert hatte. Sein Tod löste den Bayerischen Erbfolgekrieg aus, da nun die pfälzische Linie unter Karl Theodor das Erbe in München antreten musste.
Maximilian III. Joseph wurde in der Theatinerkirche in München beigesetzt. Er bleibt als der Herrscher in Erinnerung, der Bayern durch Aufklärung und Menschlichkeit aus der Krise führte und den Grundstein für die moderne bayerische Verwaltung und Wissenschaft legte.