Doktor Felberius und sein Hanswurst Marcipäus
Ich wüßte wohl noch allerlei, was ihr etwa freundlich vernehmen möchtet. Sonderlich, wenn’s etwas Frohes wäre.
Etwa von den mittleren Zeiten, wenn sich da die fahrenden Doktores einfanden, ihre Wundertinkturen und Mixturen vom Gerüst oder gleich vom Wägelein herab ausboten, und der Famulus oder der Hanswurst dazu – die führten sich weiters nicht am vernünftigsten auf.
Will euch doch von einem berichten, der zu Zeiten des Herzogs Johannes je über drei Jahre stets seinen Einzug hielt und auf dem Marktplatz nächst dem Strafesel seine Werkstatt aufschlug.
Selbiger war der Doktor Pangrazius Leontinus Felberius.
Ei, wenn der aus seinem Wägelein hereinfuhr – ein mächtig schwarzsamtenes Barett mit einer langen Hahnenfeder auf dem Haupt! Einen weiten, grünen Talar hatte er an, der war scharlachrot gefüttert. Mit beiden Händen hielt er einen überlangen, mächtigen Stock, selb mit einer Schlangenhaut überzogen war – und auf den Stock stützte er sich und schaute mit seinen listigen Äuglein unter den dicken, grauen Brauen und Wimpern über den langen und breiten Bart weg dort und dahin, als wollte er sagen: Merkt ihr was, und wenn’s wo fehlt, bin ich da!
Also fuhr der Doktor Felberius einher, hinter sich eine große Kiste, die war voll Medikamenten – voraus aber auf einem stolperigen, altvergilbten Schimmel ritt einer:
Der war der Hanswurst Marcipäus.
Hei, war der ein Gesell mit seinem bunten Schellengewand, der Klatsche in der Hand und straff den breiten Zügel, als gälte es, das wildeste Roß zu lenken, alldieweil sein Schimmelein kaum förder konnte, das zehnte Mal stehenblieb und nimmer weiter wollte. Da schmäht er und schlug unbarmherzig drein mit seiner Klatsche und mit seinem Trichterhut nach rechts und links, bis das Schimmelein wieder förder schritt – und so’s zu lange währte, ließ der Felberius den Fuhrmann mit der Peitsche ausholen und dem Marcipäus einen leichten Streich angedeihen.
Drauf schrie der Marcipäus unglaublich, sprang vom Roßlein und zog es mit Gewalt vorwärts, wobei er dem Felberius drohte, all seine Geheimnisse zu verraten und selbst in der Welt herumzufahren. Darüber donnerte der Felberius auf ihn herab und drohte ihm mit Fieber und Colica, wenn er nicht sogleich zur Pflicht zurückkehre.
Selbige Leiden bedünkten dem Marcipäus schon im Anzug zu sein. Er erhob demnach große Klage und schlug vor vermeintlichen Schmerzen ein Rad ums andere, damit er das Blut auswärme – bis er in einem Satz auf sein Schimmelein sprang, nächst ihm in seines Herren Diensten wieder so wohl ward, daß er vor Freuden in die Trompete stieß, die am Rößlein hing. Da kam ein wütig falscher Ton um den andern zum Vorschein – und wie’s dann weiterging, war das ein Gelärm und Getu des Hanswursten Marcipäus und ein Gewühl, ein Treiben und ein Lachen unter dem Volk, daß es lauter und lebendiger nicht hätte sein können.
Also hielten der Felberius und Marcipäus ihren Einzug durchs Tal und den Rathausturmbogen. Beim Lautwein am Marktplatz hielten sie an, und verließ der Doktor Felberius sein Wägelein.
Zuerst aber hielt er jedesmal noch eine lateinische Rede an das Volk umher, so der Marcipäus in narrenhafter Weise verdeutschte und schier von allem das Gegenteil sagte, bis der Felberius kurz abmachte, in die Manteltasche griff und eine Menge Zettelein unter die Menge schleuderte. Darauf stand geschrieben:
„Zu der Frist und Stund
tut man männiglich kund,
zu jed’s Leides frummen
sind wir ankummen.
Doctor Felberius mit Namen,
als der ich hilf Lahmen und Krummen,
Blinden, Tauben und Stummen,
außen und innen, Brust und Hirn,
Magen und Milz, auch Nirn,
und nicht minder Herz,
Podagra und Zahnschmerz,
und sonst ist kein Leid auf Erden,
das nicht könnt geholfen werden,
benebst arcana antidotica,
calmatoria nec non erotica,
weiter in Sachen des Barts,
und macht all Häupter stark und schwarz,
oleum barba-creatorium
et unguentum crini-nigratorium,
item omnibus praeferabile,
remedium miraculosum, inaestimabile,
für wer will schön werdn übernacht –
all das wird von uns vollbracht.“
Da gab’s erst ein Drängen und Bücken um die Zettelein. Der Doktor Felberius aber stieg majestätisch von seinem Gefährt, befahl dem Marcipäus bald zu folgen und schritt die Treppe hinauf.
Auf dies meinte der Hanswurst, er solle beritten ins Losament folgen und walten viel Mühe, durch die enge Türe zu gelangen – samt seinem Pferd – bis der Felberius oben zum Fenster herausdonnerte und ihn eines besseren belehrte.
Nächst ließ sich der Marcipäus hinauf eben nicht zum artsamsten vernehmen und überhäufte seinen Herrn mit Spott- und Zornreden über seine undeutlichen Befehle, was den Felberius in großen Unmut versetzte. Weshalb er furchtbare Drohungen ergehen ließ und ein und das andere Mal mit einem Schlangenstock herunterschlug, da er dann doch nicht ausreichte und nur die Wand traf.
Darüber verhöhnte ihn der Marcipäus um so mehr, bückte sich voll Schadenfreude bald so, bald so, und lachte, und so oft der Felberius ausholte und nichts getroffen hatte, lachte der Marcipäus stets mehr. Und wenn dann sein Herr neue Drohworte ergehen ließ, rief der Marcipäus jedes Mal: „Ist nit wahr – hat kein Gefahr“, und stieß dazu falsch in seine Trompete.
War alsda kein kleiner Lärmen auf dem Marktplatz, etlich Häuser herab vom Lindwurmeck, bis der Streit zu Ende war, der Marcipäus zuletzt verstand, was er zu tun habe, und sein vergilbtes Schimmelein aus dem Hauseingang zog. Dann ein Schlag mit der Narrenklatsche – und weiter geritten, all unterm Volk, in der Stadt herum, überall hinaufgegrüßt, wo ihm’s gefiel, und hinwieder mit lautem Gejohl gerufen:
„Aufgeschaut,
groß und klein,
wüst und fein,
weis und dumm –
der Marcipä’ reit’ um!“
Kommenden Tages war beim „Strafesel“ schon die Bühne aufgeschlagen. Darauf standen ein paar Kisten mit Arznei und ein Kästlein für das Geld, welches eingehen würde.
Der Felberius und sein Hanswurst aber waren um die neunte Stunde auch schon im Anzug. Nächst sie die Bühne betraten, hob der Meister alsbald an und hielt eine kräftige Rede. Die war mit allem Möglichen durchmischt, eitel lateinisch, griechisch, chaldäisch und was sonst – insonderheit wenn es den Wundermitteln galt, die da nicht offen verkauft wurden. Darunter war das oberste selbiges, wodurch die Jugend erneut und wüste Leut schön werden könnten.
Darauf begann der Handel und Verkauf – und bis die Seelen recht warm wurden, nahm der Doktor Felberius ein ums andere Mittel vor, hob es hoch in die Luft und pries es aufs genaueste, bis es über eins ein Drängen und Ringen all derer gab, so es wollten.
Da hatten der Felberius und Marcipäus nicht Hände genug, das Geld aufzufangen oder aufzuheben, welches von nah und fern hereinflog, und ihre Pulverlein auszuwerfen.
So oft dann eine gute Summe Geldes eingegangen, warf sie der Felberius in das Geldkästlein, der Hanswurst Marcipäus aber machte die tollsten Sprünge, blies in die Trompete, daß es ihm die Brust hätte sprengen mögen, oder jauchzte hoch auf, schleuderte seine Trichterhaube in die Luft, fing sie mit seinem Narrenhaupt wieder auf und dazwischen gab er stets einen Purzelbaum zum besten, wo nicht gar mehrere.
So ging’s ein über das andere Mal, bis die Kauflust ein wenig nachließ.
Auf dies hob der Marcipäus ohne weiteres an und machte dem Felberius Vorwürfe, daß das Geschäft so schlecht gehe. Darüber kam er in Spott und Hohn, nämlich daß all seine Remedia nichts hälfen, sondern alle Welt betrogen sei. Das ließ sich sein Herr und Meister nicht gefallen, und entstand der größte Hader zwischen dem Doktor und dem Hanswursten.
Auch fuhr sich der erste zuzeiten in die Haare und beklagte sich, daß er vom Hanswurst Marcipäus, dessen Wohltäter er sei, so treulos behandelt werde.
Drum scherte sich aber jener nichts und, wenn ihm der Felberius einen Streich versetzte, tat er zwar alle möglichen Sprünge und rief jämmerlich um Hilfe, wußte aber viel neue Vorwürfe entgegen und zeigte, was die Menschen für bittere Gesichter machten, wenn sie die giftigen Remedia seines Herrn zu sich nähmen. Das wußte er an sich selbst so greulich zu zeigen, daß das Volk rings jauchzte.
Wenn nun die Sache so stand, hob der Doktor Felberius mit einer Strafpredigt in optima forma an. Die war mehrenteils lateinisch. Der Hanswurst aber verdrehte ihm alle seine kräftigsten Worte.
Das verbat sich sein Herr, ansonst er ihm mit Zauberkraft ankomme, daß er nimmer stehen könne.
Weil das der Marcipäus widerstritt, schoß der Felberius alsbald einen Zauberspruch los. Und da zeigte sich die Wahrheit. Denn der Hanswurst fuhr mit einem Mal in die Luft und dann immer höher und gerade auf, wie ein Bolzen, und je höher es ihn schleuderte, desto heftiger rief er um Hilfe, bis es ihm zuletzt einen noch gewaltigeren Stoß gab, daß er gar in der Luft zwei Schläge um sich selbst tat und dann flach wie ein Brett niederfiel. Da ruckte, zuckte, zitterte und bebte er an allen Vieren, bis er dann nach und nach abstarb. Vorher raffte er sich noch einmal auf und stieß heillos falsch in die Trompete – dann fiel er aufs Antlitz gestreckt hin und war nun gestorben.
Auf dies hin rieb sich der Doktor Felberius stets die Hände und sagte: „Hast du jetzt dein Schicksal, Marcipäus?“
Sagte der Marcipäus: „Ich hab mein Schicksal.“
„Also bist du tot?“
„Tot bin ich.“
„Weshalb bist du tot?“
„Weil du mein Herr bist.“
„Warum, weil ich dein Herr bin?“
„Weil du die Leut umbringst.“
„Willst du mir als Toter noch Böses nachsagen? Schweig, sag ich!“
„Ich schweig.“
„Weshalb schweigst du?“
„Weil’s auf mich nimmer ankommt!“
„Warum kommt’s auf dich nimmer an?“
„Weil dir die Lebendigen genug nachsagen!“
„Was sagen sie mir nach?“
„Daß du die Leut umbringst!“
„Wart, du fährst zur Höll!“
„Du kommst auch in die Höll!“
„Da irrst du fast!“
„Ist noch besser.“
„Weshalb ist’s noch besser?“
„Weil ich dich nimmer seh.“
„Wart, du treuloser Gesell, nun wirst begraben.“
„Also werd ich begraben.“
„Und bekommst in alle Ewigkeit nichts mehr.“
„Hast mir zuerst nichts gegeben.“
„Was hab ich dir nicht gegeben?“
„Kein Geld hast mir gegeben.“
„Du brauchst fürder kein Geld! Aber auch kein Speis und Trank!“
„Dann werd ich todkrank!“, rief der Hanswurst Marcipäus.
Dabei warf es ihn einmal in der Luft herum, daß er auf dem Rücken lag.
„Also bist noch nicht ganz tot?“, rief der Doktor Felberius. „Da wollen wir helfen.“
Zog auch sogleich ein langes Messer heraus. Mit selbigem Messer durchbohrte er den Marcipäus und schlug mit seinem Stock darauf, daß jedermann sah, der Hanswurst sei angenagelt.
Weil da der Marcipäus gewaltig mit den Beinen zitterte, darüber das Volk in lautes Lachen ausbrach, rief der Doktor Felberius: „Das sind nur die letzten Widerstrebungen. Es ist schon aus mit ihm, das will ich ihm am Atem beweisen“ und hielt dem Marcipäus seine Trompete an den Mund.
„Blas, Marcipäus!“
Der Hanswurst blies aber nicht, weil er tot war. Sagte der Felberius: „Wer tot ist, hört auch nichts“ – dabei schmetterte er dem Marcipäus ins Ohr.
„Und nun hab ich’s bewiesen. Wer will helfen, den Gesellen einzugraben?“
Dabei schaute sich der Felberius um und tat etliche Schritte.
Mittlerweile tat der Hanswurst Marcipäus einen Stoß in die Trompete, der war greulich.
„Ist er noch nicht tot?“, donnerte der Felberius, griff in die Tasche, holte ein Fläschchen heraus und goß dem Marcipäus eine goldgelbe Flüssigkeit ein. Die würgte den nicht wenig und erregte ihm viel Zittern, bis er zuletzt ganz verzittert und starr war.
„Ex est gloria!“, rief der Doktor Felberius, das Messer sichtlich mühsam aus dem Marcipäus ziehend.
Dabei gab er ihm einen leichten Ruck mit der Fußspitze, als wollte er ihn ein wenig beiseite schieben. Der Marcipäus aber rollte weiter und weiter und immer schneller auf dem Gerüst umher, bis ihn sein Herr und Meister aufhielt und noch ein Quantum aus dem Fläschchen angedeihen ließ.
Dann setzte er den Fuß auf ihn und ließ sich gegen das Volk vernehmen:
„Wißt ihr, welche tinctura das ist, so nun den Hanswurst gänzlich vom Leben zum Tod gebracht? Das ist die tinctura mortifera diabolica neapolitanica. Die verkauf ich aber um kein Geld der Welt. Nun ist der Hanswurst tot. Ich aber bin ein großmütiger Mann, weil er ein guter Gesell war, nur daß er ein böses Maul hatte. Also will ich ihn wieder erwecken.
Das ist aber kein kleines, und kann’s keiner denn ich! Item, da reib ich den Marcipäus mit mehrerlei Tincturis ein. Als da ist: die Stirn mit Zingiber in India condito! Ist sonst ein Kraut, so drei Spann lang ist, selb hält einen starken Geschmack und Geruch, wärmt, hitzt und nimmt hinweg alle böse Influenz und richtet auf den Magen und gibt guten Reiz denen Nervigen – und reib ich dem Marcipäus sein Gesicht ein mit einem Geist, ist genannt unicorno vero verum. Und ist das ein Gift gegen das stärkste Gift! Item, und ich reib den Marcipäus wieder ein! Und da ruck ich an mit dem Moschus und streich ich über den Moschus mit Myrrha und halt ihm an die Nase ein’ Gallapfel und halt dem Marcipäus hin eine Aaronwurzel, item, und ich halt ihm hin ein Osterluci; alsdann streich ich ihm auf den Hals mit Alaun und mit einem wundersamen Rosenwasser und über seine Schläf mit Olivenöl und auf sein Herz desgleichen. Und es ist in dem Öl gestoßen und gerieben ein balsamus vulnerarius hyperici magistralis respective mirabilis; da wird der Marcipäus bald wieder warm werden, und regt und rührt er sich schon. Item, und da laß ich nit ab, bis er wieder atmet und bis ihm der Puls wieder geht und bis er wieder ganz zu sich kommt und bis er wieder ganz am Leben ist! Also reib ich ihn da stets mehr ein – seht ihr, wie er ruckt und wie er zuckt und wie er sich stets weniger tot erzeigt – da soll ihm noch baß geholfen sein! Also ruck ich an mit einer Tinctura und mit einem Streichöl und streich ich’s dem Marcipäus um seinen Mund, das ist ihm gesund, wann er’s vermerkt, was ihn stärkt, und was zu der Frist in der Tinctura und im Streichöl ist. Da ist aber drin Camomille und Tausendgüldenkraut, dem wird mit Recht vertraut; und ist darin Therebinthia und Waldwurz, die helfen auch über kurz, und sind dabei Blauveigelein und Osterluz, sind auch viel Nutz, und ist dabei Mastix und Grünspan, ist auch wohlgetan – halt ein, Hanswurst!“
Wer aber beim Wort Grünspan nicht mehr hielt, war der Hanswurst Marcipäus. Vielmehr sprang der da jedesmal auf, rannte ganz unsinnig um das Gerüst herum, dabei schlug er eine Menge Räder und gab vor- und rückwärts die gewagtesten Purzelbäume zum besten.
Nächst fuhr er auf seine Trompete zu, die hielt er mit beiden Händen, blies aus allen Leibeskräften hinein und rief dann: „Ich bin nimmer tot – zu End all Kummer und Not! Hoch leb der aller Welt berühmtest Doktor Felberius –
aller Kunst Meister,
das kann und beweist er,
macht die Weisen dumm
und die Sprechenden stumm
und die Geraden krumm –
will sagen, die Narren klug,
die Stummen sprechen sich gnug,
die Krummen werden grad,
da find’t jeder Rat –“
und dazwischen in die Trompete gestoßen, einmal falscher als das andere – da gab’s einen Heidenlärm und erscholl ein Lachen, und drängte sich’s mit einem Mal herzu, daß der Doktor und der Hanswurst wieder nicht Hände genug hatten, Medikamente zu spenden.
So war’s dazumal mit dem Doktor Felberius und all seiner Narretei beschaffen, und auf dem Marktplatz zu München nahm er das wenigste Geld eben nicht ein.
Was aber sein teuerstes Geheimnis betrifft – sich zu verjüngen und schön zu werden – ist nicht bekannt, ob es ihm viel eingetragen habe.
Kann etwa sein, dort und da in anderen Städten. Aber zu München wohl nicht. Denn da ließ es von ältester Zeit her jeder gelten, wie ihn eben der Himmel erschaffen hatte. Es ist auch nicht kundig geworden, ob das Mittel gefruchtet habe oder nicht.
Wie geheim demnach das Mittel des Felberius Zeit seines Lebens blieb, so hat sich dasselbe doch in einem uralten Hausbüchlein erhalten, darin eine Menge Rezepte vorfindlich sind. Selbiges Rezept lautet aber wörtlich so:
„Willst werden kräftig und schön, magst glauben,
so nimm eine junge, schneeweiße Tauben,
selb muß han ain schwarzen Kopf,
auf den du Mitternacht dreimal klopf!
Alsdann drehst umb der Taubn ihrn Hals,
verbrennst die ganz Taubn nochmals,
nächst iß die Aschen – und dazu sprich:
,Kala mirsoa panton: – wandle mich!*
Mußt aber han ain fest Vertraun,
sunst kannst auf gute Hilf nit baun.
Hast’s aber und ain Mond lang ’tan,
alsdann hebt die Jugend und Schönheit an.
Probatum est modo naturali et sympathetico
a Doctore perdoctissimo et perillustrissimo
Pangratio Leontino Felberio. Ao. D. 1394.“
Also ist das Rezept gerettet.