Blatt 37

Blatt 37 „stellt die Häuser Nr. 18, 19 und 20 in der Kaufingergasse Kreuzviertels vor.“
A. Das Schlosserhaus Nr. 18 reiht sich an das im Blatt 6 vorkommende Silberarbeiterhaus an, und gehörte 1531 Friedrich Döschl und Niklas Runding, kam 1580 an den Holzmesser Hans Gerold, war darauf bis 1592 Eigenthum von Schlossern, von 1638 an des Augustinerklosters und war von 1680 bis 1805 wieder im Besitz von Schlossern. „Ursprünglich hatte es am Ecke einen thurmgeformten Erker, und wie man aus den im Keller befindlich gewesenen Keuchen [Gefängniszellen] schließen kann, so mag selbes in ältesten Zeiten eine Fronfeste gewesen sein.“ Jetzt ist das Haus mit Nummer 22 bezeichnet und Eigenthum des vormaligen Kaufmanns Herrn Karl August Buchner.
B. Das Gasthaus zum schwarzen Adler Nummer 19 gehörte im Jahre 1557 einem gewissen Kendorfer und war seit 1585 mit Ausnahme einer ganz kurzen Frist ununterbrochen Gasthaus. Der schwarze Adler an der Fronte ist ein Werk des tüchtigen Hofschlossers Rädl. Den Umbau der Häuser Nr. 19 und 20 zu dem heutigen Hause Nr. 23 nahm im Jahre 1805 der Weingastgeber Karl Albert vor. Im schwarzen Adler wohnte auch Goethe am 3. September 1786 auf der Durchreise nach Italien. Heute ist Eigenthümer des Hauses der Gasthofbesitzer Herr Ludwig Detzer.
C. „Das vormalige Melberhaus Nr. 20 war ursprünglich die Kalkgrube beim Baue der Unser Lieben Frauenkirche.“

Auf der unteren Hälfte des Blattes sieht man Zimmerleute und Maurerjungen bei der Abbruchsarbeit.