Blatt 26

„Gegenwärtiger Kupferstich stellt das Haus des bürgerlichen Wundarztes und verpflichteten Criminal-Chirurgs Simon Freudensprung vor. Es ist das Eck zwischen dem Windenmachergäßl und der Löwengrube. Dieses Haus gehörte ursprünglich dem hl. Geistspitale, und war, als die Frauenkirche gebaut wurde, eine Kalkgrube, sofort nach Vollendung dieser großen Kirche zu einem Hause erhoben. Ursache, warum es ganz und gar keine Fundamente hatte, und meistens wie man damals zu bauen gewohnt war, aus Kieselstein-Mauern erbaut war. Freudensprung kaufte selbes 1803 vom heil. Geistspitale, riß es auf den Grund nieder, und baute das gegenwärtige sehr solide Haus daraus.“ Jetzt ist es Haus Nr. 4 und Eigenthum der Privatierswittwe Frau Friederike Quellhorst.

In der untern Hälfte des Blattes sieht man mehrere alte chirurgische Instrumente, darunter eine reich verzierte Knochensäge aus der gothischen Periode.