Veranstaltungen - Geschichte - Kunst & Denkmal
Hipparchos* der Bruder des Tyrannen Hippias, wurde von den Athenern Harmodios und Aristogeiton ermordet. Diese Tat war politisch motiviert und galt als Protest gegen die Tyrannenherrschaft der Peisistratiden. Der Mord löste eine Verschärfung der Tyrannis aus, da Hippias nach dem Tod seines Bruders repressiver regierte. Harmodios und Aristogeiton wurden später als Helden und Befreier Athens verehrt, da ihr Handeln den Sturz der Tyrannis vorbereitete und zur Entwicklung der athenischen Demokratie beitrug.
Tiberius Gracchus wurde während einer Versammlung auf dem Kapitol von Anhängern des Senats ermordet. Seine Gegner, alarmiert durch seine Reformen und den Versuch, erneut zum Volkstribun gewählt zu werden, sahen in ihm eine Bedrohung der republikanischen Ordnung. Inmitten einer aufgebrachten Menge griffen sie Gracchus an, und er wurde schließlich erschlagen. Sein Leichnam wurde in den Tiber geworfen, was seinen Tod zu einem Symbol für die eskalierenden politischen Konflikte in Rom machte.
Gerhard von Schleswig, auch bekannt als Gerhard III., Graf von Holstein-Rendsburg, wurde ermordet und hinterließ tiefe Spuren in der norddeutschen und skandinavischen Politik. Seine Ambitionen und Konflikte mit dem dänischen Adel führten zu seiner Ermordung, die einen Wendepunkt darstellte und langanhaltende Auswirkungen auf die Machtverhältnisse in Nordeuropa hatte.
Johann Georg Fuchs rief im Tölzer Patent alle Oberländer dazu auf, sich zu bewaffnen und bis zum 22. Dezember im Kloster Schäftlarn zu versammeln. Dieser Aufruf war Teil des Bayerischen Volksaufstands gegen die habsburgische Besatzung während des Spanischen Erbfolgekriegs. Die Bauern und Bürger Oberbayerns wollten sich gegen die fremde Herrschaft und die harten Kriegsbedingungen wehren. Der Aufstand, bekannt als "Sendlinger Mordweihnacht", endete tragisch mit der Niederschlagung der Aufständischen.
Die Sendlinger Mordweihnacht war ein blutiges Massaker während des Bayerischen Volksaufstands im Spanischen Erbfolgekrieg. Bayerische Aufständische, hauptsächlich Bauern, wurden bei Sendling in einen Hinterhalt gelockt und brutal niedergemetzelt. Über 1.000 verloren ihr Leben. Dieses Ereignis symbolisiert den tragischen Widerstand der Bayern gegen die habsburgische Besatzung.
Hingerichtet wurden
Fanny Ickstatt springt aus Liebeskummer vom nördlichen Turm der Frauenkirche in den Tod. Ihr tragisches Ende war ein schockierendes Ereignis und erregte großes Aufsehen in der Gesellschaft. Der Vorfall führte zu zahlreichen Spekulationen und Diskussionen über die möglichen Gründe für ihren Suizid, darunter familiäre und persönliche Probleme.
Johann Wolfgang von Goethe, einer der bedeutendsten Dichter und Denker Deutschlands, nahm sich des tragischen Schicksals von Fanny von Ickstatt in seinem Werk „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ an. Der Vorfall von 1785, bei dem sich Fanny von der Frauenkirche in München stürzte, diente Goethe als Inspiration für die Figur der Mignon und die Themen des unerfüllten Lebens und tragischer Leidenschaften. Durch diese literarische Bearbeitung erhielt das Schicksal von Fanny von Ickstatt eine überregionale und zeitlose Bedeutung, die weit über das damalige Ereignis hinausging.
Die Ermordung von Jean-Baptiste Kléber fand am 14. Juni 1800 in Kairo, Ägypten, statt. Kléber war ein französischer General und der Befehlshaber der französischen Expeditionstruppen in Ägypten nach dem Abzug Napoleons.
Kléber wurde von einem syrischen Studenten namens Soleyman El-Halaby ermordet. El-Halaby, motiviert durch die französische Besetzung Ägyptens, näherte sich Kléber unter dem Vorwand, um Hilfe bitten zu wollen, und stach ihn dann nieder.
Die Ermordung Klébers führte zu einem raschen Vergeltungsschlag der Franzosen gegen die ägyptische Bevölkerung und markierte einen Wendepunkt in der französischen Ägypten-Kampagne. Nach Klébers Tod übernahm General Jacques-François Menou das Kommando, aber die französische Position in Ägypten verschlechterte sich zunehmend, was schließlich 1801 zu ihrem Rückzug aus Ägypten führte.
Im Jahr 1801 wurde Zar Paul I. von Russland in Moskau ermordet. Nach seiner Ermordung folgte sein Sohn Alexander I. auf den Thron. Dieser Machtwechsel markierte einen wichtigen Wendepunkt in der russischen Geschichte und hatte erhebliche Auswirkungen auf die russische Innen- und Außenpolitik. Alexander I. führte zahlreiche Reformen ein und spielte eine zentrale Rolle in den Koalitionskriegen gegen Napoleon Bonaparte.
In München hielt der brutale Mord an dem stadtbekannten Geistlichen Johann Baptist Schwarz die Bevölkerung in Atem. Die Täter, die arbeitslosen Handwerker Joseph Stopfer und Ludwig Dantinger, wurden verhaftet. Während Dantingers Todesurteil zu Kettenstrafe umgewandelt wurde, erlebte Stopfer eine öffentliche Hinrichtung, die von rund 15.000 Menschen auf dem Marsfeld bezeugt wurde und tief in der Erinnerung der Stadt verankert blieb.
Während der Unterdrückung der Pariser Kommune wurden etwa 100 Geiseln von den Truppen der Nationalversammlung ermordet. Diese Aktion war Teil der repressiven Maßnahmen gegen die Kommune und stieß auf große Empörung und internationales Aufsehen aufgrund ihrer Brutalität.
Die Affäre um Alfred Redl, den Chef des k.u.k. Kundschaftsdienstes, entfaltete sich im Mai 1913. Redl, der sich als Spion für Russland betätigte, wurde am 25. Mai 1913 enttarnt und beging am darauffolgenden Tag Selbstmord, um einer Verhaftung zu entgehen. Die Enthüllung seiner Spionagetätigkeit führte zu einem der größten Geheimdienstskandale der damaligen Zeit.
Die Ermordung des französischen Pazifisten und Sozialistenführers Jean Jaurès erfolgte am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Jaurès, ein vehementer Gegner des Krieges und Befürworter der internationalen Arbeiterbewegung, wurde in einem Pariser Café von Raoul Villain, einem nationalistischen Fanatiker, erschossen. Dieser Akt schockierte Frankreich und beraubte die Friedensbewegung einer ihrer einflussreichsten Stimmen. Jaurès' Tod symbolisierte das Scheitern der Bemühungen um Frieden in Europa und markierte einen düsteren Auftakt zu den vier Jahren des verheerenden Weltkriegs.
Grigori Rasputin, ein mystischer Wanderprediger, gewann erheblichen Einfluss auf die russische Zarenfamilie, insbesondere Zarina Alexandra. Sein Einfluss und seine angeblichen Heilkräfte für den kranken Zarewitsch Alexei machten ihn bei vielen unbeliebt. Felix Jussupow und andere Verschwörer luden Rasputin in das Moika-Palais ein und versuchten, ihn zu vergiften. Als das Gift nicht wirkte, wurde Rasputin mehrfach angeschossen und schließlich in einen gefrorenen Fluss geworfen. Rasputins Tod verstärkte die politische Instabilität Russlands.
Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, zwei prominente Führer der deutschen kommunistischen Bewegung, werden ermordet. Beide waren Mitbegründer des Spartakusbundes, der später in die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) überging. Ihre Ermordung fand im Kontext der politischen Unruhen statt, die Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg erschütterten, insbesondere während des Spartakusaufstandes in Berlin.
Kurt Eisner wird von Anton Graf von Arco auf Valley erschossen. Eisner, ein führender Sozialist und Ministerpräsident des revolutionären Bayern, wird auf dem Weg zum Landtag in München ermordet. Sein Tod führt zu politischen Unruhen und verstärkt die Spannungen in der nachrevolutionären Phase Deutschlands.
Gustav Landauer (1870-1919) Philosoph, Übersetzter, Autor und für kurze Zeit Volksbeauftragter für Volksaufklärung wurde nach dem Ender der Räterepublik als Radikalsozialist und gewaltloser Anachist am 2. Mai 1919 in München-Stadelheim ermordet
Nach der militärischen Zerschlagungder Münchener Rärerepublik wurden diese Arbeiter und Handwerker denuziert und ohne gersichtliches Verfahren von Mitgliedern des Freikorps Lützow am 5. Mai 1919 im Garten des Hofbräuhauses ermordert.
Die Ermordung von 21 Mitgliedern des Gesellenvereins St.-Josef in München-Maxvorstadt resultierte aus einem schwerwiegenden Missverständnis. Während einer Versammlung im Maxkasino in der Augustenstraße 41 wurden die Teilnehmer fälschlicherweise von einem Denunzianten als Rotarmisten gemeldet. Daraufhin griffen Regierungssoldaten ein, verhafteten die Anwesenden und brachten sie ins Prinz-Georg-Palais. Dort wurden 21 der festgenommenen Mitglieder hingerichtet.
Maria Sandmayr, geboren 1901 in Dachau, war ein deutsches Dienstmädchen und Opfer eines Fememordes im Jahr 1920. Angestellt bei Graf Ernst Ludwig Fischler von Treuberg, entdeckte sie ein illegales Waffenversteck auf seinem Gut. Nachdem sie versuchte, dies anzuzeigen, wurde sie von der paramilitärischen Einwohnerwehr entführt. Am 6. Oktober 1920 wurde sie erdrosselt im Forstenrieder Park gefunden. An ihrer Leiche wurde ein Zettel mit der Aufschrift „Du Schandweib hast verraten dein Vaterland, dich hat gemordet die schwarze Hand.“ gefunden. Ihre Mörder, darunter Hans Schweighart, blieben aufgrund der Nähe von Justiz und Polizei zu nationalistischen Kreisen weitgehend unbehelligt. Herman Berchtold gestand den Mord später 1931.
Karl Gareis, ein Landtagsabgeordneter der USPD in Bayern, wurde vor seiner Haustür in Schwabing erschossen. Er setzte sich intensiv für die Aufklärung über die Einwohnerwehr und deren Auflösung ein. Seine kritische Haltung gegenüber paramilitärischen Strukturen und rechtsnationalen Kreisen machte ihn zur Zielscheibe politischer Gegner. Sein gewaltsamer Tod gilt als politischer Mord, doch die genauen Hintergründe blieben ungeklärt. Trotz zahlreicher Hinweise auf rechtsradikale Täter wurde der Fall nie vollständig aufgeklärt.
Walter Rathenau, der deutsche Außenminister und prominente Politiker der Weimarer Republik, wurde in Berlin von rechtsgerichteten Extremisten ermordet. Sein Tod offenbarte die wachsende politische Instabilität in Deutschland und den Aufstieg extremistischer Bewegungen. Rathenaus liberale Ansichten und seine Rolle im Wiederaufbau nach dem Ersten Weltkrieg machten ihn zu einer kontroversen Figur.
In Bulgarien wurde 1923 Ministerpräsident Alexander Stambuliski gestürzt und ermordet. Stambuliski, der für seine Agrarreformen und pro-bäuerliche Politik bekannt war, fiel einem Putsch nationalistischer und monarchistischer Kräfte zum Opfer. Sein gewaltsamer Tod markierte einen tiefen politischen Umbruch in Bulgarien, welcher das Land in eine Ära der politischen Instabilität und autoritärer Herrschaft führte.
Bei einem gescheiterten Putschversuch der Nationalsozialisten wird der Bundeskanzler **Engelbert Dollfuß** ermordet. Am 25. Juli stürmten Angehörige der österreichischen NS-Bewegung das Bundeskanzleramt in Wien und schossen auf Dollfuß, der seinen Verletzungen erlag. Der Putschversuch sollte Österreich an das nationalsozialistische Deutschland angliedern, scheiterte jedoch durch das Eingreifen der österreichischen Polizei und Armee. Dollfuß’ Tod führte zu politischer Instabilität, doch der Anschluss an Deutschland verzögerte sich um weitere vier Jahre bis 1938, als das NS-Regime unter Hitler schließlich Österreich annektierte.
Die Ermordung des Monarchistenführers José Calvo Sotelo durch linksgerichtete Polizisten löste eine Welle der Empörung unter den spanischen Konservativen und Monarchisten aus. Diese Tat wurde zum unmittelbaren Auslöser des Spanischen Bürgerkriegs. Die rechte Opposition sah in der Ermordung einen Beweis für die Unfähigkeit der Regierung, Ordnung aufrechtzuerhalten, und nutzte das Ereignis, um einen Militärputsch zu rechtfertigen. Dieser Putsch führte schließlich zum Ausbruch des blutigen Bürgerkriegs, der Spanien jahrelang erschütterte.
1936 beging Michail Tomski, ein führendes Mitglied der Bolschewiki und Gewerkschaftsführer in der Sowjetunion, Selbstmord. Sein Tod erfolgte in einer Zeit intensiver politischer Säuberungen unter Josef Stalin, den sogenannten "Stalinistischen Säuberungen" oder "Großen Terror". Tomski war einer der letzten überlebenden Altbolschewiki, die nach der Oktoberrevolution von 1917 eine bedeutende Rolle gespielt hatten. Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch die stalinistischen Repressionen, bei denen zahlreiche seiner Genossen verhaftet und hingerichtet wurden, sah Tomski offenbar keinen Ausweg mehr und nahm sich das Leben. Sein Selbstmord war ein Vorbote für die blutigen Säuberungen, die viele der ursprünglichen Führer der russischen Revolution auslöschten.
José Antonio Primo de Rivera, der Gründer der faschistischen Falange-Partei in Spanien, wurde während des Spanischen Bürgerkriegs hingerichtet. Er wurde von der republikanischen Regierung verhaftet und wegen Verschwörung zum Aufstand verurteilt. Seine Hinrichtung wurde zu einem Märtyrersymbol für die spanische Rechte und verstärkte die Spannungen und Brutalitäten des Bürgerkriegs. Die Ermordung Primo de Riveras durch die republikanischen Kräfte trug dazu bei, die Falange als eine einflussreiche Kraft auf der Seite Francos zu stärken.
Etwa 1.000 jüdische Bürger aus München wurden deportiert und in Kaunas, Litauen, ermordet. Diese Aktion war Teil der systematischen Verfolgung und Vernichtung von Juden durch das nationalsozialistische Deutschland. Die Ereignisse in Kaunas stehen exemplarisch für die Grausamkeiten des Holocaust, bei dem Millionen Juden ums Leben kamen.
Adolf Hitler beging am 30. April 1945 in seinem Bunker in Berlin Selbstmord, als die Niederlage Deutschlands im Zweiten Weltkrieg absehbar war. Nach seinem Tod übernahm Großadmiral Karl Dönitz als sein Nachfolger die Führung des Deutschen Reiches.
Hermann Göring, einer der ranghöchsten NS-Funktionäre, entzog sich seiner Hinrichtung nach den Nürnberger Prozessen durch Selbstmord. Trotz strenger Überwachung gelang es ihm, eine Giftkapsel zu verstecken und einzunehmen. Sein Tod verhinderte die Vollstreckung des Todesurteils, das wegen seiner führenden Rolle im NS-Regime und zahlreicher Kriegsverbrechen gegen ihn verhängt worden war. Görings Selbstmord wurde zum Symbol für die Verleugnung von Verantwortung und die Unfähigkeit, sich den Konsequenzen seiner Taten zu stellen.
Der UN-Vermittler Graf Folke Bernadotte wurde in Jerusalem von Mitgliedern der israelischen Stern-Gruppe ermordet. Bernadotte, ein schwedischer Diplomat, arbeitete an einem Friedensplan zur Lösung des arabisch-israelischen Konflikts. Die Stern-Gruppe, eine zionistische Untergrundorganisation, lehnte Bernadottes Vorschläge ab und betrachtete seine Vermittlungsversuche als Bedrohung für die israelischen Interessen. Die Ermordung erschütterte die internationale Gemeinschaft und verschärfte die Spannungen im Nahen Osten weiter.