Geschichte 14 - 149

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  • München * Bedeutende Amtshandlungen werden mit einem „Weinumtrunk“ beschlossen.

    Vom „Bier“ war dabei nie die Rede.


  • Au * Konrad der Preisinger legt einen großen Garten mit einem villenähnlichen Haus an der heutigen Lilienstraße an.

    Emeran der Haßlanger erbaut daneben ein schlossähnliches Gebäude. 


  • Paris * „Magie“, so ein Traktat, kann immer nur mit Hilfe des Teufels ausgeübt werden und ist deshalb als „Apostasie“ [= Abfall vom Glauben] und „Ketzerei“ [= das Abweichen von einer allgemein als gültig erklärten Meinung] zu bewerten. 


  • München * Das „Ungelt“ von Wein und Met wird auf 6 Mass vom Eimer erhöht.

    Neben „Steuern und Zöllen“ ist das „Weinungelt“ jahrhundertelang die Haupteinnahmequelle der Stadt.


  • Au * Erwerb des „Edelsitzes Niedergiesing“ durch den mit seiner Münchner Verwandtschaft zerstrittene Ingolstädter Herzog Ludwig der Bärtige.

    Er will von hier aus seine Fehde mit den Münchner Herzögen austragen. 


  • München * Nach heftigen Bürgerunruhen in München werden im sogenannten „Wahlbrief“ die Grundlagen für die künftige Machtverteilung und des bürgerlichen Mitspracherechts neu festgelegt.

    „Einungen“ bezeihungsweise „Zünfte“ werden verboten, Bestehende aufgelöst.

    Die Münchner Handwerkerverbände nehmen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts keine politischen Funktionen mehr wahr.
    Durch eine straffe Gewerbeorganisation und -kontrolle stabilisiert der Rat seine Position.


  • Graggenau * Zu einem weiteren spirituellen Anziehungspunkt des „Franziskaner-Klosters“ wird das Grab des am 29. April 1327 im Ruf der Heiligkeit verstorbenen Fraters Marquard Weismaler.

    Seine irdischen Überreste werden in einem Schrein auf den Altar erhoben und verehrt.


  • München * Der Rat der Stadt erlässt Vorschriften zur „Bekämpfung des Luxus“.

    Neben dem „Laden und Bewirten von Gästen bei Hochzeitsfeierlichkeiten und Taufen“ geht es auch um „Kleidervorschriften“.


  • Mittenwald * Aufgrund des starken Güteraufkommens wird in Mittenwald zusätzlich ein Rottfuhr-Unternehmen auf der vorbeifließenden Isar gegründet, die „Nasse Rott“


  • Andechs * Die „Andechser Reliquien“ werden wieder nach Andechs gebracht.  

    Damit ist der Versuch, die „Andechser Reliquien“ fest in München zu etablieren, fehlgeschlagen. 


  • Savona * Das „Schisma“ wird von Anfang an als Skandal empfunden, weshalb man erhebliche Anstrengungen unternimmt, die Kircheneinheit wieder herzustellen.

    Deshalb wird der Ruf nach der „Einberufung eines allgemeinen Konzils“ immer lauter. In Savona kommt es zu Verhandlungen zwischen den beiden Machtblöcken.


  • Livorno * Dreizehn „Kardinäle“ treffen sich in Livorno.

    Ihr Ziel ist die Beendigung der Kirchentrennung [„Schisma“]. Sie berufen ein „Konzil“ nach Pisa ein.


  • Mittenwald * Der Freisinger Landesherr über das „Werdenfelser Land“, Bischof Berthold von Wehingen, verleiht dem „Markt Mittenwald“ ein eigenes Wappen und Siegel.


  • Graggenau * Erstmals wird ein herzoglicher „Pawmgarten auf dem Pachh“ erwähnt.  

    Er liegt östlich der um 1385 erbauten „Neuveste“


  • Pisa * Das „Konzil von Pisa“ beginnt.

    Noch nie zuvor hat ein „Kardinalskollegium“ - ohne Rücksprache mit Papst oder Kaiser - ein allgemeines Konzil der Gesamtkirche einberufen.
    Die Initiative der „Kardinäle“ stößt auf breite Zustimmung: Über 600 Kleriker nehmen am „Konzil von Pisa“ teil.

    Die parallel einberufenen „Konzilien“ der beiden Päpste Gregor XII. in Cividale und Benedikt XIII. in Perpignan haben nicht annähernd so viele Teilnehmer.
    Die überwiegende Zustimmung des Klerus zum „Konzil in Pisa“ isoliert die beiden Päpste auf Dauer.

    Das „Konzil von Pisa“ zitiert die Päpste Gregor XII. und Benedikt XIII. nach Pisa und macht ihnen nach deren Weigerung einen förmlichen „Ketzerprozess“ als hartnäckige „Schismatiker“.
    Damit ist die entscheidende Grundlage für das weitere Vorgehen geschaffen.


  • Pisa * Das „Konzil von Pisa“ setzt die beiden Päpste Gregor XII. und Benedikt XIII. ab.


  • Pisa * Zum Nachfolger wählt das „Konzil von Pisa“ Papst Alexander V..

    Weil jedoch Benedikt XIII. und Gregor XII. auch weiterhin auf ihre Ansprüche beharren, gibt es nunmehr statt zwei drei Päpste.

    Doch nun bekennen sich die wichtigsten Mächte zu Papst Alexander V. und dessen Nachfolger, Johannes XXIII.. Nur Spanien unterstützt auch weiterhin Papst Benedikt XIII..

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