Bayerns Herrscher

Karl Theodor Kurfürst von Bayern

Name Karl Theodor Kurfürst von Bayern
Regierungsereich
Titel Kurfürst

Karl Theodor von Pfalz-Sulzbach (*11. Dezember 1724 in Düsseldorf; †16. Februar 1799 in München) war Kurfürst der Pfalz (1742–1799) und ab 1777 auch Kurfürst von Bayern. Durch den Tod des bayerischen Kurfürsten Max III. Joseph fiel ihm das Herzogtum Bayern zu, wodurch erstmals seit Jahrhunderten die beiden Wittelsbacher Linien Pfalz und Bayern in einer Hand vereint wurden.

Karl Theodor galt als aufgeklärter Fürst, der Kunst, Wissenschaft und Reformen förderte. In der Pfalz modernisierte er Verwaltung und Schulwesen, gründete die Mannheimer Akademie der Wissenschaften und machte Mannheim zu einem kulturellen Zentrum mit europaweit geschätztem Theater und Hofkapelle. In Bayern führte er Reformen im Rechts- und Bildungswesen fort, stieß dort jedoch auf Widerstand des konservativen Adels und Klerus.

Seine Politik war außenpolitisch umstritten: 1778 versuchte er, Bayern gegen österreichische Gebiete einzutauschen – was zum Bayerischen Erbfolgekrieg führte und am Widerstand Preußens scheiterte. Der “Tauschhandel” schadete seinem Ansehen in Bayern nachhaltig.

Karl Theodor starb 1799 kinderlos. Seine Herrschaft war kulturell glänzend, politisch jedoch von Konflikten überschattet. Er hinterließ ein zwiespältiges Erbe zwischen Aufklärung und dynastischem Machtkalkül.

Denkmäler

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Monopterus

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Kurfürst Karl Theodor (177-1799)

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Karl Theodor - Grußverbot