Geschichte - Um den Samstag den 15.8.1800

München Zeitensprünge
Um den Samstag den 15.8.1800

Die Münchner Patrioten wenden sich an General Decaën

München * Eine Delegation der Patrioten wendet sich an General Charles Matthieu Isidore Decaën und bittet ihn um Unterstützung für einen Aufstand gegen den Kurfürsten und seiner Regierung. Der General reagiert reserviert, da die französische Regierung keinen Aufstand unterstützen will, sondern vielmehr einen allgemeinen Frieden anstrebt. Er gibt zu Bedenken, dass eine Revolution zur Beseitigung von Missständen  

  • ein unabwägbares Risiko darstellt.  
  • Dagegen würde der weniger gewaltsame Weg von Reformen größere Erfolgsaussichten bieten. Bei einer Revolution wüsste man nie, was als Ergebnis herauskomme.  
  • Außerdem sei Baiern zu schwach, um alleine gegenüber Preußen und Österreich eine Veränderung seiner Staatsform durchzuführen.  

Dass „General“ Decaën mit seinen Aussagen strikt der französischen „Konsulatsregierung“ Napoléons folgt, ist den „Revolutionsführern“, die sich selbst „Münchner Jakobiner“ nennen, in keinster Weise bewusst.
 Sie sehen in den französischen „Generälen“ noch immer die „Repräsentanten der Revolution“.  

Doch Frankreich hat sich schon längst von den politischen Zielen des „Nationalkonvents“ entfernt, dem es im Jahr 1792 noch um die „Verbreitung der revolutionären Ziele“ und um die „Befreiung der unterdrückten Nationen“ gegangen ist.  

Im Gegenteil, Frankreich will inzwischen die „Entstehung einer großen süddeutschen Republik“ mit allen Mitteln verhindern und stattdessen zu separaten Bündnissen mit den einzelnen deutschen Fürsten gelangen. 

© Rudolf Hartbrunner

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