Geschichte - Donnerstag den 17.2.1808

München Zeitensprünge
Donnerstag den 17.2.1808

Die Regierung genehmigt die Ausfallstraße übers „Isartor“

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München-Lehel - München-Isarvorstadt * Die Regierung genehmigt die Ausführung der Ausfallstraße übers „Isartor“.  

Denn seit der Erhebung Bayerns zum Königreich, am 1. Januar 1806, stellt man andere Anforderungen an die „Stadteinfahrt“ zur „Königlichen Haupt- und Residenzstadt München“.

Bislang stand die Verbesserung der Verkehrsführung durch Erweiterung und Begradigung der alten „Torstraße“ im Vordergrund.  Jetzt aber ist eine breit ausgebaute „Via Triumphalis“ das Ziel.  

Vom „Isartor“ selbst ist noch wenig die Rede.  
Doch zu einer würdigen „Stadtzufahrt“ gehört auch ein entsprechendes „Stadtportal“, das wie ein „Triumphtor“ die Straße überspannen und von Ferne sichtbar sein soll.  
Dazu muss das „Isartor“ umgestaltet werden.  
Der hohe „Mittelturm“ soll abgetragen werden, seine mittelalterliche Gestalt aber noch erhalten bleiben.  

Die Entscheidung über die dringend erforderliche Erweiterung des „Isartores“ unterbleibt aber noch.  
Das liegt auch daran, dass die Stadt nicht über die erforderlichen Geldmittel verfügt und auch die vom Staat zur Verfügung gestellten Gelder nicht abruft.  
Damit ist die gesamte Neugestaltung des Gebiets um das „Isartor“ erneut gescheitert.  

Dennoch steht das Schicksal des „Isartores“ auch weiterhin im Mittelpunkt zahlreicher Diskussionen.  
Für viele Zeitgenossen ist jedoch das inzwischen zur Ruine verkommene „Stadttor“ ein ärgerliches Verkehrshindernis, das den Eingang in die „Hauptstadt des Königreichs Bayern“ verschandelt.  
Auch wenn das Bauwerk als romantische Staffage und Motiv vieler Gemälde und Zeichnungen einen gewissen Reiz ausübt. 

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