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Nach dem Ende des Spanischen Erbfolgekriegs (1701–1714) verfolgte Kurfürst Maximilian II. Emanuel von Bayern eine konsequente Politik der Vertreibung gegenüber der jüdischen Bevölkerung. Im Zuge der Neuordnung des Landes nach dem Krieg erließ er ein allgemeines Ausweisungsedikt, das sämtliche Juden aus Bayern verbannte. Diese Maßnahme stand im Einklang mit der bereits seit dem 15. Jahrhundert bestehenden restriktiven Haltung gegenüber jüdischen Gemeinden, die immer wieder vertrieben oder stark reglementiert worden waren.