Erklärung der Kupferbeilagen
Der Kupferstich Nr. XXV zeigt die Häuser Nr. 144, 145 und 146 im Rosenthal im Augerviertel.
A. Das Stanghaische Haus Nr. 144
Das Gebäude bestand ursprünglich aus zwei Häusern und gehörte:
Besonderheiten:
👉 Historisch bemerkenswert:
Der Garten gilt der Überlieferung nach als ehemaliger Kirchhof mit Totenkapelle. Mehrfach wurden dort menschliche Gebeine gefunden; zudem sind alte Wandmalereien erhalten.
B. Haus Nr. 145
Geschichte:
Besonderheiten:
Bewohner (um 1805):
C. Haus Nr. 146
Das Gebäude war seit jeher das Rudolphische Benefiziatenhaus.
Merkmale:
… gegen das Bar. v. Ruffinische Haus zu vorüber läuft, Holzlege, Waschhaus, einen Pumpbrunnen, welcher eine eigene Röhre hat, Keller und Retiraden.
Es wird bewohnt zu ebener Erde von der Näherin M. A. Wisterinn;
— in der ersten Etage von dem churfürstl. Hofkriegs- und Armeninstituts-Rath Herrn Ignaz von Fercher;
— in der zweiten Etage von dem churfürstl. Warenbeschauer Herrn Anton Ertl;
— und im Mittelstock von dem Herrn Benefiziaten Grundmaier selbst, in dessen Büchersammlung das Original-Gebetbuch Churfürst Maximilians sich befindet.
Dieses Gebetbuch ist lateinisch in Quart und führt den Titel:
Liber quotidianae devotionis in usum Serenissimi Maximiliani Emanuelis S. R. I. Electoris, Gubernatoris Belgii. Bruxellis Typis Eugenii Henrici Fricx Typographi Regii MDCC. Cum facultate superiorum.
Die Vignetten darin sind von J. Berterham.
D. (untere Hälfte des Kupferstichs)
Die untere Hälfte des Kupferstichs zeigt den unter der Aufsicht des Polizei-Wagenmeisters Smoda gefertigten Polizei-Spritzwagen, dessen Bestimmung es ist, dort, wo die Hausbesitzer das Gassenspritzen zur Sommerzeit unterlassen, von Polizei wegen nachzuhelfen.
Dieses Fass hält 12 Eimer und hat hinten fünf befestigte Spritzmündungen, welche, wenn die Pumpe aufgemacht wird, das Wasser ausspritzen und den Staub auf der Straße löschen.
Ist der Staub viel, öffnet man die Wippen ganz; ist er gering, nur teilweise.
Ist das Fass halb leer, fährt man mit dem Wagen schneller, um die Kraft des ausströmenden Wassers zu erhöhen.