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Alte Ansichten aus München

Baumgartner-Polizei-Uebersicht von München - Kupferstich 20

Titel
Baumgartner-Polizei-Uebersicht von München - Kupferstich 20
Jahr
2026
Bildart
Kupferstich
Quelle Buch
Regnet - München in guter alter Zeit
Tags
Beschreibung

Das Publikum erkennt mit größtem Dank, welche Zierde Seine churfürstliche Durchlaucht der Stadt München durch die Herstellung des Max-Joseph-Platzes verschafft hat. — Die Erkenntnis dieser Wohltat ist bei denjenigen noch größer, die mit eigenen Augen gesehen haben, wie dieser Platz seinerzeit durch das dort stehende Stiegen- und Franziskanerkloster bedeckt war, die Straße verengt und die Residenz gleichsam verdeckt gewesen ist. — Um diesen Vergleich anschaulicher zu machen, werden die beiden oben erwähnten Klöster, wie sie früher waren, dargestellt.

— Das vorliegende Blatt zeigt das Kloster auf der Stiege, das im Jahr 1295 unter Ludwig dem Strengen von dem Münchner Bürger und Stadtpatrizier Heinrich Riedler gestiftet wurde. Die ursprüngliche, edle Bestimmung dieser Schwestern war es, kranke Frauen, besonders in den herzoglichen Burgen, zu pflegen, bis sie im Jahr 1484 die Regel des heiligen Franziskus annahmen, sich vom Krankendienst zurückzogen und sich dem beschaulichen Leben widmeten.

— Bereits unter Kurfürst Carl Theodor wurde das Kloster im Jahr 1782 aufgehoben. Insgesamt 38 Nonnen wurden in ein nahe bei den Elisabethinerinnen gelegenes, neu erbautes Haus verlegt, wo sie bis zum Jahr 1803 verblieben. Die bis dahin noch lebenden Schwestern bezogen anschließend eine Wohnung im Seidenamtshaus in der Sendlinger Gasse und legten weltliche Kleidung an.

— Die Mauern dieses Klosters stellten für Vorübergehende beinahe eine Lebensgefahr dar, bis sie im Jahr 1803 zusammen mit dem aufgehobenen Franziskanerkloster abgebrochen wurden.