Walter-Klingenbeck-Weg in München Maxvorstadt
 

Münchner Straßenverzeichnis


Klingenbeck Walter
Walter Klingenbeck
Bildrechte: Severin, ein Passant und gangleri, Walter Klingenbeck, CC BY-SA 3.0

Walter Klingenbeck stammte aus einer katholischen Familie, die Anfang der 1920er Jahre aus Fechenbach/Main (Unterfranken) nach München gezogen war. Er war überzeugtes Mitglied der katholischen Jungschar St. Ludwig (München), bis sie 1936 durch das NS-Regime verboten und aufgelöst wurde. Diese Tatsache erweckte seine frühe regimekritische Einstellung.

Der Klingenbeck-Kreis traf sich anfangs nur zum Abhören unerlaubter Radiobeiträge. Fasziniert waren die Jungen von dem Sender Gustav Siegfried 1, der Gerüchte verbreitete wie „an der Ostfront sei Fleckentyphus ausgebrochen“ oder „hohe Funktionäre würden sich wilden sexuellen Ausschweifungen hingeben“. Schließlich versuchten sie einen eigenen Schwarzsender aufzubauen. Sie überlegten sich Namen für ihren Sender: „Radio Rotterdam“, um an die Vernichtung der Stadt durch die deutsche Luftwaffe zu erinnern, oder „Sender der Freiheit“ oder „Gustav Siegfried 8“. In ersten kleinen Probeversuchen sendeten sie französische Schlagermusik und oppositionelle Propaganda, um zum Sturz des NS-Regimes aufzufordern, den sie ersehnten..

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Straßenname Walter-Klingenbeck-Weg
Zusatztafel
Walter Klingenbeck (1924-1943) als Widerstandskämpfer gegen den Natioalsozialismus in München-Stadelheim hingerichtet
Benennung 22.1.1998 Erstnennung
Plz 80539
Stadtbezirk 3. Maxvorstadt | Schönfeldvorstadt
RubrikPersonen
Kategorie Drittes Reich  Antifaschist  Widerstandskämpfer  Opfer des Nationalsozialismus  
Lat/Lng 48.14831 - 11.58136   
Straßenlänge 0.223 km
Person Klingenbeck Walter
geboren 30.3.1924 [München]
gestorben 5.8.1943 [München (Stadelheim)][Hingerichtet]
Kategorie Drittes Reich  Antifaschist  Widerstandskämpfer  Opfer des Nationalsozialismus  
Nation Deutschland
Konfession katholisch
GND 120542277
Leben

Walter Klingenbeck stammte aus einer katholischen Familie, die Anfang der 1920er Jahre aus Fechenbach/Main (Unterfranken) nach München gezogen war. Er war überzeugtes Mitglied der katholischen Jungschar St. Ludwig (München), bis sie 1936 durch das NS-Regime verboten und aufgelöst wurde. Diese Tatsache erweckte seine frühe regimekritische Einstellung.

Der Klingenbeck-Kreis traf sich anfangs nur zum Abhören unerlaubter Radiobeiträge. Fasziniert waren die Jungen von dem Sender Gustav Siegfried 1, der Gerüchte verbreitete wie „an der Ostfront sei Fleckentyphus ausgebrochen“ oder „hohe Funktionäre würden sich wilden sexuellen Ausschweifungen hingeben“. Schließlich versuchten sie einen eigenen Schwarzsender aufzubauen. Sie überlegten sich Namen für ihren Sender: „Radio Rotterdam“, um an die Vernichtung der Stadt durch die deutsche Luftwaffe zu erinnern, oder „Sender der Freiheit“ oder „Gustav Siegfried 8“. In ersten kleinen Probeversuchen sendeten sie französische Schlagermusik und oppositionelle Propaganda, um zum Sturz des NS-Regimes aufzufordern, den sie ersehnten..

Grabstätte
Grabstätte
Westfriedhof

Sektion: 39 - Reihe: 4 - Nummer: 28
Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 22.1.1998 Erstnennung
Straßenschlüssel 06337
Offiziell Walter Klingenbeck, geb. 30.03.1924 in München, gest. 05.08.1943 (hingerichtet im Gefängnis Stadelheim, München). Ausbildung zum Schaltmechaniker, Mitglied der Kath. Jugend von St. Ludwig. Führte eine kleine oppositionelle Jugendgruppe an, die mit Flugblättern, Wandparolen und Geheimsendern Widerstandsaktionen für den Sturz des NS-Regimes plante und durchführte.
Straßenverlauf Verbindungsweg zwischen Ludwigstraße und Kaulbachstraße.
TitelStraßeStandortKünstlerJahrBild
???Walter-Klingenbeck-Weghinter der Bayerischen Staatsbibliothek???0
Wikipedia Google Maps


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