Andreas Röschlaub
| Name | Andreas Röschlaub |
|---|---|
| Stadtbezirk | 3. Maxvorstadt |
| Stadtbezirksteil | Universität |
| Straße | Ludwigstraße |
| Objekt | LMU |
| Lage | Fassade - Gelehrtenmedaillons |
| Übergabe | 1840 |
| Personen | Röschlaub Andreas |
| Eigentum | LMU |
| Künstler:innen | Sanguinetti Francesco |
| Rubrik | Denkmal Kunstwerk |
Andreas Röschlaub war ein deutscher Mediziner, Naturphilosoph und bedeutender Vertreter der romantischen Medizin. Er wurde 1768 in Lichtenfels geboren und starb 1835. Ursprünglich begann er ein Theologiestudium, wechselte jedoch bald zur Medizin und promovierte 1795 in Bamberg. Anschließend machte er dort rasch Karriere als Professor für Pathologie und Klinik und wirkte später an der Universität Landshut.
Röschlaub war ein einflussreicher, aber auch umstrittener Arzt seiner Zeit. Er griff die Lehre des schottischen Arztes John Brown auf und entwickelte daraus seine eigene „Erregungstheorie“, die Krankheit und Gesundheit als dynamische Prozesse verstand. Dabei verband er medizinische Ansätze mit philosophischen Ideen, etwa von Schelling und Fichte.
Sein Ziel war es, Medizin als einheitliche Wissenschaft zu begreifen und die Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt stärker zu berücksichtigen. Mit seinen Schriften und Lehrtätigkeiten trug er wesentlich dazu bei, die deutsche Medizin vom mechanistischen Denken des 18. Jahrhunderts zu einer dynamischeren Sichtweise weiterzuentwickeln.