Die Jakobi-Dult. 1392
Reihe: Münchner Stadtbuch
Staffel 1· Folge 15 · 05:47
Woher kommt eigentlich die Münchner „Dult“?
Eine alte Erzählung führt ihren Ursprung auf einen Ablass im Jahr 1481 zurück – doch ein genauer Blick in die Quellen zeigt: Diese Geschichte stimmt so nicht. Tatsächlich reichen die Wurzeln der Jakobidult viel weiter zurück, bis ins späte 14. Jahrhundert – vielleicht sogar noch früher.
Ausgangspunkt ist ein spektakulärer Fund auf dem Heiligen Berg Andechs: Hunderte von Reliquien werden entdeckt und nach München gebracht. Tausende Pilger strömen daraufhin in die Stadt – und mit ihnen Händler, Gaukler und Musikanten. Ein religiöses Fest wird zum lebendigen Jahrmarkt.
Doch der Name „Dult“ hat mit Ablässen nichts zu tun. Er stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet schlicht: Fest.
Diese Folge geht den Ursprüngen der Münchner Dult auf den Grund – und zeigt, wie aus Glauben, Handel und Volksleben eine bis heute lebendige Tradition entstand.