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Podcast

Die Gründung der Stadt München und deren Aufkommen. 1157

Reihe: Münchner Stadtbuch

Staffel 1· Folge 1 · 36:39

Die Geschichte Münchens beginnt mit einem Konflikt: Im Jahr 1157 zerstört Heinrich der Löwe den Markt Föhring, um die Kontrolle über den lukrativen Salzhandel an sich zu reißen. Nur wenig später gründet er an einer strategisch günstigen Stelle an der Isar einen neuen Ort – „Munichen“, bei den Mönchen. Eine Brücke, eine Zollstation und eine Münzstätte bilden den Kern der jungen Siedlung.

Diese Podcast-Folge erzählt vom rasanten Aufstieg Münchens: Händler, Handwerker und Siedler strömen herbei, angelockt von Marktprivilegien und neuen Chancen. Die Stadt wächst schnell, wird befestigt und entwickelt sich zu einem wichtigen Knotenpunkt europäischer Handelswege zwischen Italien, Augsburg, Regensburg und Wien.

Doch das Leben im mittelalterlichen München ist rau: enge, ungepflasterte Gassen, Holzhäuser, Misthaufen vor den Türen und immer wieder verheerende Brände prägen das Stadtbild. Erst unter Ludwig IV. beginnt eine gezielte Stadtentwicklung mit Bauordnungen, breiteren Straßen und steinernen Gebäuden.

Auch politisch gewinnen die Bürger an Einfluss. Mit dem Privilegienbrief von 1294 erhalten sie erstmals weitreichende Selbstverwaltungsrechte – ein entscheidender Schritt zur städtischen Eigenständigkeit.

Diese Folge zeichnet den Weg Münchens nach: von einer kleinen Ansiedlung im Schatten des Salzhandels zu einer aufstrebenden Residenzstadt – geprägt von Handel, Freiheit und stetigem Wandel.