Reiter Dieter
| Geboren | 19.5.1958 [Rain] |
|---|---|
| Beruf: | Politiker, Oberbürgermeister |
Dieter Reiter (*19. Mai 1958 in Rain am Lech) ist ein deutscher Kommunalpolitiker der SPD, der von 2014 bis 2026 als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München amtierte. Er wuchs bereits seit früher Kindheit in München auf und ist eng mit der Stadt verbunden. Nach dem Abitur absolvierte Reiter ein Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Hof, das er 1981 als Diplom-Verwaltungswirt abschloss. Anschließend begann er eine langjährige Karriere innerhalb der Münchner Stadtverwaltung.
Über fast drei Jahrzehnte hinweg war Reiter in verschiedenen Funktionen tätig, insbesondere in der Stadtkämmerei, wo er unter anderem als Amtsleiter und stellvertretender Stadtkämmerer arbeitete. Im Jahr 2009 wurde er berufsmäßiger Stadtrat und übernahm das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Stadt München. In dieser Funktion setzte er sich unter anderem für den Erhalt städtischer Betriebe in öffentlicher Hand ein und positionierte sich gegen Privatisierungen. Zudem war er als Leiter des Oktoberfests („Wiesn-Chef“) tätig.
Bei der Kommunalwahl 2014 wurde Reiter als Nachfolger von Christian Ude zum Oberbürgermeister Münchens gewählt. Er konnte sich dabei in einer Stichwahl durchsetzen und wurde 2020 im Amt bestätigt. Während seiner Amtszeit prägte er vor allem die Bereiche Stadtentwicklung, Wirtschaftspolitik und kommunale Verwaltung. München blieb unter seiner Führung ein wirtschaftlich starker Standort, zugleich standen Themen wie Wohnraummangel, Verkehr und Wachstum der Stadt im Mittelpunkt politischer Debatten.
Reiter engagierte sich auch über München hinaus, etwa im Deutschen Städtetag sowie in verschiedenen Aufsichtsgremien städtischer und wirtschaftsnaher Institutionen. Gleichzeitig geriet er im Laufe seiner Karriere mehrfach in die Kritik, etwa im Zusammenhang mit Nebentätigkeiten oder politischen Entscheidungen, wie der Abkehr und späteren Rückkehr zu Open-Source-Software in der Stadtverwaltung.
Bei der Kommunalwahl 2026 unterlag Reiter in der Stichwahl seinem Herausforderer von den Grünen und beendete daraufhin seine politische Laufbahn. Seine Amtszeit wird insgesamt als von Kontinuität und Verwaltungserfahrung geprägt beschrieben, verbunden mit Herausforderungen einer stark wachsenden Großstadt.
Leistungen
- Ausbau neuer Stadtteile (z. B. Freiham)
- Solides Krisenmanagement in der Corona-Zeit
- Erfolgreiche Aufnahme vieler Geflüchteter (2015)
- Erfolgreiche Aufnahme vieler Geflüchteter (2015)
- Unterstützung von Vielfalt & liberaler Stadtpolitik
- Stabiler Wirtschaftsstandort München
- Starke Repräsentation (Oktoberfest etc.)