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Münchner Personenverzeichnis

Dr. Johann Baptist Schauer

Geboren 5. 6. 1872 [Lindach (Trostberg)]
Gestorben 15. 9. 1942 [München]
Beruf Weihbischof

D. Dr. Johannes Baptist Schauer

Titularbischof von Sabadia, Weihbischof von München-Freising, geb. in Lindach am 5. 6. 1872, als Alumnus des Seminariums in Rom zum Priester geweiht 28. 10. 1897, Kaplan in München-Neuhausen 24. 7. 1898, Stadtpfarrprediger bei St. Peter in München 22. 7. 1899, Inspektor des Erzbischöfl. Knabenseminars in Freising 1. 9. 1902, Direktor des Klerikalseminars 1. 8. 1906, zum Domkapitular aufgestiegen 1. 6. 1920, zum Titularbischof in Sabadia und Weihbischof von München ernannt 13. 7. 1928 und im Dom zu Freising zum Bischof geweiht am 9. 9. 1928, zum Dompropst ernannt durch Päpstl. Bulle vom 3. 6. 1933, inthronisiert am 15. 7. 1933.

Die große Aufgabe seines Lebens war die Heranbildung des Klerus der Erzdiözese. Fast zwei Jahrzehnte hat er zuerst im Knabenseminar, dann im Klerikalseminar in Freising diesem Werke gelebt. Fast die Hälfte unseres gegenwärtigen Diözesanklerus hat er an den Weihaltar geführt. Alle Sorgen und Opfer des Weltkrieges hat er als Direktor des Priesterseminars mitgeteilt, mehr als 200 seiner Seminaristen fanden im Feld und übergroßes Maß der das Blutopfer, das dem seiner Anstalt gebracht wurde. Nach dem Kriege ging er mit ungeminderter Schaffenskraft an den Wiederaufbau der Priesterbildung und an die Restaurierung des von ihm so sehr geliebten Freisinger Domes, die zum St. Korbiniansjubiläum herrlich vollendet wurde. Als er 1920 in das Domkapitel zu München berufen wurde, blieb er seinem Streben für die Priesterbildungseinrichtungen der Erzdiözese treu. Unvergessen werden immer die Verdienste sein, die er sich um den Bau eines Knabenseminars zu Traunstein, um die Verbesserung der Einrichtung der Seminarien zur Erfüllung von und die Neugestaltung der Hauptkapelle des Klerikalseminars erworben hat.

Als Weihbischof war er ein treuer Mitarbeiter seinem verehrten Oberhirten, dem er durch seine Firmungsreisen und Kirchenkonsekrationen manche Arbeitslast abnehmen durfte. Es war zum erstenmal in diesem Frühjahr, daß er den festgelegten Firmungsplan nicht mehr durchführen konnte. Die Vorboten eines tieferen Leidens stellten sich ein. Als er erholungsbedürftig nach Partenkirchen fahren wollte, wurde er unmittelbar vor Abfahrt des Zuges vom Tode überrascht. Der 15. September 1942, das Fest der schmerzhaften Mutter Maria, war der Tag seines Heimganges.

Was von ihm sterblich ist, ruht in der Bischofsgruft des hohen Domes zu München. Sein Andenken lebt in seinen Werken und in seinen Schülern. Der Priesterkönig Jesus Christus verleihe seinem getreuen Diener die ewige Krone!

J. Pfeiffer’s Kunstverlag, München 2 (Totenzettel)

Dr. Johann Baptist Schauer
Bildrechte: Bild von Totenzettel (KI optimiert)

Grabstätte

Grabstätte
Gruft Frauenkirche
* 5.6.1872 (Lindach (Trostberg))
† 15.9.1942 (München)