Rudolf Hesse
| Geboren | 13.7.1871 [Saarlouis] |
|---|---|
| Gestorben | 22.5.1944 [München] |
| Beruf: | Maler, Karikaturist, Porttraitist |
| Lehrer | Gysis Nikolaus |
| Vereinigungen | Münchner Künstlergenossenschaft, Gruppe 48 |
| Wikipedia | Wikipedia |
Rudolf Hesse (1871–1944) war ein deutscher Maler, Zeichner und Grafiker, der vor allem in München wirkte. Nach einer kaufmännischen Ausbildung studierte er ab 1896 an der Akademie der Bildenden Künste bei Nikolaus Gysis und unternahm Studienaufenthalte in Paris.
Sein vielseitiges Werk umfasst Ölmalerei, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafik sowie Illustrationen und Karikaturen. Besonders bekannt wurde er durch seine Beiträge für Zeitschriften wie Simplicissimus oder Jugend sowie durch Buchillustrationen.
Thematisch konzentrierte sich Hesse vor allem auf den Menschen: Er schuf Porträts, Genreszenen, religiöse Darstellungen und gesellschaftskritische Werke. Stilistisch zeigen seine Arbeiten Einflüsse der niederländischen Genremalerei und alter Meister, bleiben jedoch eigenständig.
Während der NS-Zeit gerieten seine kritischen Arbeiten in Konflikt mit der Ideologie; Werke wurden beschlagnahmt oder zerstört.
Hesses Arbeiten sind heute in zahlreichen Museen vertreten und gelten als vielseitiges Zeugnis der Münchner Kunstszene um 1900.
