Johann Feser in München Johann Feser
 

Personenverzeichnis

Johann Feser

Feser
Johann Feser
Bildrechte: Unknown, Johann Feser, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Johann Feser (* 17. Februar 1841 in Würzburg; † 18. Oktober 1896 in München[1]) war ein deutscher Tierarzt und Hochschullehrer.

Fesers Leistungen liegen auf dem Gebiet der Verwissenschaftlichung der tierärztlichen Ausbildung und der Organisation des tierärztlichen Standes. Feser veröffentlichte zahlreiche Arbeiten zur veterinärmedizinischen Chemie (Biochemie), Pharmakologie und Physiologie. Ein Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit war die Mikrobiologie. Er veröffentlichte zahlreichen Arbeiten zum Milzbrand und gilt als Entdecker des Rauschbranderregers. Weitere Verdienste erwarb sich Feser in der wissenschaftlichen Untermauerung von Milchwirtschaft und Viehzucht. Er erfand ein Gerät zur Bestimmung des Fettgehaltes der Milch (Laktoskop).

Feser war an Tierseuchen und ihrer Bekämpfung interessiert. 1875 wurde Feser Leiter der eigens für ihn eingerichteten therapeutischen Versuchsstation der Münchener Tierarzneischule. Außerdem bekam er eine Station in Lenggries bei Bad Tölz, wo er sich mit der Erforschung des Milzbrandes befasste. Feserr stellte 1875 gemeinsam mit Otto von Bollinger fest, dass der Rauschbrand nicht durch Bacillus anthracis verursacht wird, sondern durch einen anderen Erreger.[8] Dieser wurde später durch Saturnin Arloing als Clostridium chauvoei (Syn. C. feseri) identifiziert.[9] Darüber hinaus veröffentlichte Feser zahlreiche Arbeiten zum Milzbrand. Der staatliche Zuschuss für die Station in Lenggries wurde 1879 gestrichen. Bereits ab 1878 arbeitete Feser neben seiner Lehrtätigkeit auch an der neuen Seuchenversuchsstation, die unter der Leitung von Ludwig Franck stand. Später folgten weitere Arbeiten zum Erysipeloid, zur Maul- und Klauenseuche, sowie zur Tuberkulose der Rinder.

Quelle: Wikipedia

Lebensdaten (17.2.1841 [Würzburg] - 18.10.1896 [München])
Wikipedia Wikipedia

Straßenbenennung

Feserstraße 
11. Milbertshofen-Am Hart (Am Hart)