Francis X. McGraw
| Geboren | 29. 4. 1918 [Philadelphia (Pennsylvania)] |
|---|---|
| Gestorben | 19. 11. 1944 |
| Beruf | Soldat |
Francis Xavier McGraw wurde am 29. April 1918 in Philadelphia, Pennsylvania, geboren. Während des Zweiten Weltkriegs diente er als Private First Class in der H-Kompanie des 26. Infanterieregiments der 1. US-Infanteriedivision.
Am 19. November 1944 fiel McGraw während der schweren Kämpfe im Hürtgenwald bei Schevenhütte. Als Maschinengewehrschütze verteidigte er seine Stellung gegen einen deutschen Angriff. Trotz schweren Beschusses und eigener Verwundung setzte er den Kampf fort. Nachdem seine Munition aufgebraucht war, kämpfte er mit einem Karabiner weiter und wurde schließlich tödlich getroffen. McGraw war erst 26 Jahre alt. Für seine außergewöhnliche Tapferkeit wurde ihm posthum die Medal of Honor, die höchste militärische Auszeichnung der Vereinigten Staaten, verliehen.
Seine Bedeutung für München entstand erst nach seinem Tod. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm die US-Armee das Gelände der ehemaligen Reichszeugmeisterei in Obergiesing. 1948 wurde die dortige amerikanische Militäranlage nach Francis X. McGraw benannt. Die McGraw-Kaserne entwickelte sich zu einem wichtigen Standort der US-Streitkräfte in München. Hier waren unter anderem Einrichtungen der amerikanischen Militärverwaltung, Militärpolizei und Versorgungseinheiten untergebracht.
Mit dem Abzug der US-Streitkräfte endete 1992 die militärische Nutzung. Heute erinnern die McGraw-Kaserne und insbesondere der McGraw-Graben an diese Epoche der Münchner Nachkriegsgeschichte und an den amerikanischen Soldaten, dessen Name mit der US-Präsenz in München verbunden wurde.