Anton Ažbe
| Geboren | 30. 5. 1862 [Gorenja vas-Poljane, Oberkrain, Kaisertum Österreich] |
|---|---|
| Gestorben | 6. 8. 1905 [München] |
| Beruf: | Maler |
| Lehrer | L’Allemand Siegmund, Eisenmenger August, Griepenkerl Christian, Löfftz Ludwig von, Wagner Sándor |
| Schüler | Kandinsky Wassily, Frank Leonhard |
| Beziehungen | Beziehungen |
Anton Ažbe (1862–1905) war ein slowenischer Maler und einer der einflussreichsten Kunstlehrer seiner Zeit. Nach ersten Studien bei dem Maler Janez Wolf besuchte er die Kunstakademien in Wien und München. Während er als Künstler vor allem dem Realismus verpflichtet blieb, erlangte er internationale Bedeutung insbesondere durch seine Lehrtätigkeit.
1892 gründete Ažbe in München eine private Malschule, die rasch zu einer der angesehensten Ausbildungsstätten für junge Künstler aus Mittel- und Osteuropa wurde. Zu seinen Schülern gehörten später bedeutende Persönlichkeiten der Kunstgeschichte, darunter Wassily Kandinsky, Alexej von Jawlensky sowie zahlreiche Vertreter des slowenischen Impressionismus. Seine Unterrichtsmethoden legten großen Wert auf das Verständnis von Form, Anatomie und Farbe sowie auf die Entwicklung eines individuellen künstlerischen Ausdrucks.
Obwohl Ažbe als Lehrer außerordentlichen Einfluss ausübte, ist sein eigenes künstlerisches Werk vergleichsweise klein geblieben. Nur wenige Gemälde und Studien haben sich erhalten. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen Porträts und Figurenbilder, die durch präzise Beobachtung und eine realistische Auffassung gekennzeichnet sind.
Ažbe verbrachte den größten Teil seines Berufslebens in München, wo er 1905 starb. Sein nachhaltiger Ruf gründet weniger auf seinem eigenen Œuvre als auf seiner Bedeutung als Kunstpädagoge, dessen Schule zahlreiche Künstler der europäischen Moderne prägte.

