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Münchner Personenverzeichnis

Hermann Giesler

Geboren 2.8.1898 [Siegen]
Gestorben 20.1.1987 [Düsseldorf]
Beruf: Architekt
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Hermann Giesler (1898–1987) war ein deutscher Architekt und zählt zu den wichtigsten Baumeistern des Nationalsozialismus. Nach dem Ersten Weltkrieg studierte er in München Architektur und arbeitete zunächst als Handwerker und später als selbstständiger Architekt. Früh trat er der NSDAP bei und entwickelte sich zu einem überzeugten Anhänger des Regimes. 

Unter Adolf Hitler wurde Giesler – neben Albert Speer – zu einem der bevorzugten Architekten. Er entwarf monumentale Bauprojekte, darunter die Ordensburg Sonthofen sowie Gauforen in Weimar und Augsburg. Zudem war er maßgeblich an den gigantischen Planungen zur Umgestaltung von München und Linz beteiligt. 

Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Giesler in leitender Funktion für die Organisation Todt und war am Bau von Rüstungsanlagen beteiligt, die unter Einsatz von Zwangsarbeitern entstanden. 

Nach 1945 wurde er wegen seiner Rolle im NS-System verurteilt, jedoch 1952 vorzeitig entlassen. Anschließend war er wieder als Architekt tätig und veröffentlichte Schriften, ohne sich klar vom Nationalsozialismus zu distanzieren.

Literatur zu Hermann Giesler