Franz Xaver Schwarz
| Geboren | 27. 11. 1975 [Günzburg] |
|---|---|
| Gestorben | 2. 12. 1947 [Internierungslager bei Regensburg] |
| Beruf | Politiker, Reichsschatzmeister |
| Ehrenbürger seit | 1935 |
| Wikipedia | Wikipedia-Eintrag |
Franz Xaver Schwarz wurde 1875 in Günzburg geboren. Nach einer Ausbildung für den mittleren Verwaltungsdienst und seinem Militärdienst arbeitete er von 1900 bis 1925 bei der Stadtverwaltung München. Nach dem Ersten Weltkrieg engagierte er sich zunehmend in völkisch-nationalistischen Kreisen und trat 1922 der NSDAP bei. Nach deren Neugründung 1925 ernannte Adolf Hitler ihn zum Reichsschatzmeister. Fast 20 Jahre lang kontrollierte Schwarz die Finanzen, das Vermögen und wesentliche Verwaltungsbereiche der NSDAP. Er gehörte zu den einflussreichsten Parteifunktionären, war Reichsleiter, Reichstagsabgeordneter sowie hochrangiger SA- und SS-Führer. Als Reichsschatzmeister spielte er eine führende Rolle bei der „Arisierung“ und der Verwaltung beschlagnahmten jüdischen Eigentums. Nach Kriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft und starb 1947 im Internierungslager bei Regensburg. 1948 wurde er postum als „Hauptschuldiger“ eingestuft und sein Vermögen eingezogen.