Cavalleria rusticana
| Werktitel | Cavalleria rusticana |
|---|---|
| Komponist | Mascagni, Pietro |
| Entstehungsjahr | 1890 |
| Uraufführung | 17.5.1890 |
| Erscheinung | 17.5.1890 |
Besetzung
Keine spezifischen Besetzungsangaben hinterlegt.
Inhalt & Werkbeschreibung
Die Bauern begrüßen einander fröhlich vor der Kirche. Nur Santuzza ist traurig und unruhig. Wo Turiddu, ihr Geliebter, sei,
fragt sie die Mutter. Er hat sich wieder von Lola, der Frau des Fuhrmanns Alfio, umgarnen lassen, und Santuzza will Turiddu abends im Dorf gesehen haben,
obwohl er vorgeblich zum Weinkaufen fort war. Alfio kehrt von einer Reise zurück und freut sich auf das Wiedersehen mit seinem "treuen Weibchen". Als er
gegangen ist, klagt Santuzza der alten Lucia ihr Leid. Alle gehen in die Kirche, nur Santuzza wartet auf Turiddu. Er aber beachtet ihre eifersüchtigen
Vorwürfe gar nicht, er ist ganz gebannt von Lola, die mit einem koketten Liedchen vor der Kirche tänzelt. Turiddu will ihr folgen, Santuzza stellt sich in
den Weg, bittet, droht, fleht um seine Liebe. Aber Turiddu hat kein Ohr für sie. Wütend wirft er sie zu Boden und eilt in die Kirche, Lola nach. Jetzt
schlägt Santuzzas leidenschaftliche Liebe in leidenschaftlichen Hass um. Außer sich, schleudert sie ihm einen Fluch nach, und als Alfio gerade vorbeikommt,
öffnet sie ihm die Augen über die Untreue seiner Frau. Einige Minuten bleibt die Szene leer: ein intermezzo sinfonico des Orchesters symbolisiert den
Osterfrieden der frommen Kirchgänger. Die Messe ist zu Ende. Die Leute treffen sich im Wirtshaus. Turiddu lädt sie zu einem Umtrunk ein. Als Alfio eintrifft
und Turiddu zur Rede stellt, beißt dieser Alfio ins Ohr. Alle Bauern wissen sofort, was das nach altem Brauch bedeutet: Kampf auf Leben und Tod. Diese
Herausforderung ist ganz in Alfios Sinne. Vor dem Duell bemerkt Turiddu, dass er zu viel Wein getrunken hat und möchte lieber fliehen, anstatt sich zu
duellieren. Er nimmt noch Abschied von seiner Mutter, erbittet ihren Segen und befiehlt Santuzza ihrem Schutz. Dann eilt er hinaus. Santuzza stürzt
verzweifelt in die Arme der Mutter Lucia. Augenblicke aufwühlender Spannung, dann hört man einen entsetzten Frauenschrei von draußen: Turiddu ist erstochen
worden!