Macht auf Zeit
Die Gestapo München
Kasberger Erich
Inhaltsverzeichnis
<ul>
<li><strong>Einleitung</strong><br />
Überlieferungslage<br />
Kollektivbiografie?<br />
Politische Polizei im Maßnahmenstaat<br />
Verwaltung des Verbrechens<br />
Verfolgung und Vernichtung<br />
Transformationen — Wege in die Nachkriegsgesellschaft <br />
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<li><strong>Politische Polizei im Maßnahmenstaat</strong>
<ul>
<li><strong>Das Wittelsbacher Palais - eine Zentrale der Gewalt</strong><br />
„Das ist mir der zuwiderste Bau, den ich geführt habe!"<br />
Vom Königspalast zur Gestapozentrale<br />
Das „Hausgefängnis" im Wittelsbacher Palais<br />
Schutzhaft für Ernst Wiechert - ein Bericht<br />
Alltag im „Hausgefängnis" <br />
Gefängnis und Gefühle<br />
Das Ende eines Hauses </li>
<li><strong>Organisation und Personal</strong><br />
„Jeder verhaftet jeden, jeder droht jedem mit Dachau" - die HilfsPolizei von SA und SS und die Politische Polizei in der „Pionierphase"<br />
Erste „Geschäftsverteilungspläne" in der „Pionierphase"<br />
Wissenstransfer - die „Bajuwaren-Brigade"<br />
Geschäftsverteilung während der „Differenzierungsphase"<br />
Rechtsunsicherheit als Organisationsprinzip<br />
„Wir müssen an uns selbst arbeiten" - die „kämpfende StaatsPolizei" zwischen Korpsgeist und Weltanschauung<br />
Sozialisierung und Generationalität der Bayerischen Politischen Polizei in den 1920er Jahren<br />
Lernen und Lehrgänge, Zwang und Anpassung<br />
Mythos „Befehlsnotstand"</li>
<li><strong>Politische Polizei München - die Leiter der Dienststelle</strong><br />
„Nachruf auf einen Henker" (Thomas Mann) - Reinhard Heydrich und sein Stellvertreter Jakob Beck<br />
„Er hat an der befohlenen Lenkung der Strafjustiz mitgewirkt" - Dr. Walther Stepp<br />
„Der SD als das verlängerte Ohr, die StaatsPolizei als Arm der Partei" - Lothar Beutel<br />
„An der Aussonderung von .untragbaren' Kriegsgefangenen zum Zwecke der Sonderbehandlung beteiligt" - Dr. Erich Isselhorst<br />
„Dass leitende Gestapo-Beamte ihren Dienst nicht unter Zwang, sondern im Einverständnis verrichteten" - Oswald Schäfer</li>
<li><strong>Privilegierung und Disziplinierung</strong><br />
Gestapobeamte als Blockleiter<br />
Sozialverhalten und Sozialdisziplinierung - der Fall Josef Hofmeister<br />
Beförderungen: zwischen Bevorzugung und Ausschluss<br />
Qualifikation: Nationalsozialist<br />
Gestapodienst und Kirchenaustritt<br />
Identität und „Charakter"<br />
Dienststrafen</li>
<li><strong>Bezirksämter, Gendarmerie-Stationen, Denunzianten - Wege zur Durchdringung der Gesellschaft</strong><br />
Dienstliche Anweisung und Berichtspflicht<br />
Die Denunziantin - der Fall Siegfried und Else Rosenfeld<br />
Verdacht, Maßnahme, Vollzug<br />
Gerüchteküche und Verfolgung</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Verwaltung des Verbrechens</strong>
<ul>
<li><strong>Abteilung I - Fahrer, Fernmelder, Karteien</strong><br />
Die BPP - eine Sonderbehörde<br />
Das Verwaltungspersonal<br />
Kenntnis von verbrecherischen Handlungen<br />
Verwaltung von Karteien und Akten<br />
Strategische Mobilisierung - das Fernmeldewesen<br />
Fernmeldetechniker<br />
Telefonistinnen<br />
Fahrer und Werkstatt. Abteilung I F - die Exekutive auf Rädern<br />
Fahrer im Einsatz - Johann Schneider und der „Sagan-Fall"<br />
Gefängnisverwaltung zwischen Herrschaft und Humanität?<br />
Der technische Dienst<br />
Technisierung der Verwaltung: Hollerith-System und „Enigma"</li>
<li><strong>Die Abteilung II - Gegnergruppen und staatsPolizeiliche Praxis</strong><br />
Die Zerstörung der bürgerlichen Existenz - das Beispiel der Münchner Sozialdemokraten<br />
Der Fall „Tanzmeier"<br />
„Die aktivste staatsfeindliche Bewegung" - das Beispiel KPD<br />
Blicke von oben, Blicke von unten - Pfarrer im Visier<br />
Vor der Spruchkammer'>Spruchkammer<br />
„Aussonderung" russischer Kriegsgefangener<br />
Kriegswirtschaft<br />
Die Abteilung II E „Arbeitsvertragsbruch"<br />
Arbeitsmarkt und „Strategie der kalkulierten Improvisation<br />
Abteilung II S „Homosexualität und Abtreibung" </li>
<li><strong> Die Abteilung III - Spionage, Abwehr, Brieftauben</strong><br />
AbwehrPolizei, Sicherheitsdienst, Wehrmacht - Abwehrorganisationen im Kompetenzstreit<br />
Spionage-Abwehr im Wittelsbacher Palais um 1940<br />
Abwehrbeauftragte an der Schnittstelle zwischen Betrieb und Gestapo</li>
<li><strong>Die Abteilung IV - V-Männer im Nachrichtenreferat</strong><br />
Die zentrale Kontrolle des Nachrichtendienstes im RSHA - ein nahezu bayerisches Erfolgsrezept<br />
Informationsfluss und Verschleierungstechnik<br />
V-Männer der Gestapo München - Anwerbung, Tarnung, Bezahlung<br />
Spruchkammer'>Spruchkammer<br />
Sozialdemokraten im Exil - Mitropa-Kellner als Kuriere<br />
Spionage und Gegenspionage - Ungleichheit der Mittel<br />
Geistliche als V-Leute - das Beispiel des Weihbischofs Anton Scharnagl<br />
Das Nachrichtenreferat - Personalbesetzung während des Krieges, Einsatzorte, Nachkriegszeit </li>
<li><strong>Sekretärinnen, Stenotypistinnen, Dolmetscherinnen - weibliche Angestellte als Stützen der Gestapo</strong><br />
Frauenarbeit in Verwaltung, Büro und Dienstleitung<br />
Wege zur Geheimen StaatsPolizei<br />
Steuerung weiblicher Arbeitskraft<br />
Wege aus der Arbeit<br />
Mitläuferinnen, Mitwisserinnen, Mittäterinnen<br />
Einsatz in besetzten Gebieten<br />
„Wenn die Frauen nicht so häßliche Reden dabei geführt hätten" - zur Rolle weiblicher Gestapoangestellter bei Deportationen<br />
Weibliche Gestapoangestellte und ihre Vorgesetzten vor und nach 1945<br />
Wege in die Nachkriegsgesellschaft</li>
<li><strong>Nutznießerin und Nothelferin - die Ehefrauen von Gestapobeamten</strong><br />
Die Ehefrau als Teil der politischen Karriere des Mannes<br />
„Seine Frau ist außerordentlich gesprächig und war in letzter Zeit in sogenannte Ratschereien verwickelt" - Alltag und Politik<br />
Von der Nutznießerin zur Bittstellerin - die Ehefrauen ehemaliger Gestapoangehöriger nach Kriegsende</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Verfolgung und Vernichtung</strong>
<ul>
<li><strong>Die Außenstellen - Dienststellen als regionales Netzwerk</strong><br />
Grenzen und GrenzPolizei<br />
Fluchtpunkt Flughafen Riem<br />
Regionale Präsenz und Kontrolle: Olympia 1936 in Garmisch-Partenkirchen<br />
Die Politische Abteilung im Konzentrationslager Dachau<br />
Industrie, Gestapo, Region - die „Arbeits-und Erziehungslager''<br />
Die Außenstellen Mühldorf, Landsberg und Berchtesgaden<br />
Die Gestapo Augsburg - Außenstelle der StaatsPolizeileitstelle München<br />
Karteien und Akten - Sicherung vor den Alliierten</li>
<li>Begünstigung, Korruption, Ausbeutung als Teil der Herrschaftspraxis<br />
Beraubung statt Schutz des Eigentums<br />
Die „Sicherstellung jüdischen Kulturgutes"<br />
Korruption und Bereicherung - Münchner Gestapoleiter zwischen 1939 und 1941<br />
Beschlagnahme bayerischer Klöster - die Beispiele St. Ottilien und Tutzing<br />
Arbeits- und Erziehungslager - Ausbeutung als Geschäftsmodell<br />
Die „Aktion 3" <br />
Resümee</li>
<li><strong>Repression und Deportation - zur Verfolgung der Münchner Juden</strong><br />
Politische Polizei zwischen Untätigkeit und Verfolgung<br />
JudenVerfolgung zwischen Arisierungsstelle und Gestapo<br />
Ausblicke auf Verfolgung und Beraubung in den Regionen<br />
Verfolgung und Zuständigkeit<br />
Die Rolle der Gestapo bei Deportationen<br />
Macht und Ohnmacht<br />
Staatliche Gewalt gegen individuelle Stärke - ungleiche Begegnungen<br />
Flucht und Verfolgung - die Familien Schwalb und Kahn<br />
Kenntnis und Verantwortung - Gestapochef Oswald Schäfer</li>
<li><strong>Sonderkommissionen und die Münchner Gestapo - Verfolgungsstrategien, Verhörbeamte, Vernehmungsmethoden</strong><br />
„Ich werde mich dafür einsetzen, [...] dass Sie der Letzte sind, der entlassen wird" - der Harnier-Kreis<br />
„Ich... war.,, es" - Georg Elser, der Bürgerbräukeller und die „Zentralkommission Anschlag München"<br />
„Hirnlose Totschläger" und „psychologisch geschulte Kriminalisten" - Fritz Panzinger und die „Sonderkommission Rote Kapelle" in Berlin<br />
„Dieser Fall, der großes Aufsehen erregte und viel Staub aufwirbelte" - die „Sonderkommission Weiße Rose"<br />
„Was ich heute wieder aus den Gefangenen herausgeschlagen habe!" - zur Verfolgung sowjetischer Kriegsgefangener und deutscher Antifaschisten</li>
<li><strong>Im Kriegseinsatz - Münchner Gestapo in Polen, Russland, Norwegen und Frankreich</strong><br />
In der Einsatzgruppe - das Einsatzkommando der Gestapo München in Polen<br />
Der Alltag Münchner Gestapoangehöriger in Polen<br />
Verbrecherische Elite - Lothar Beutel und Josef Meisinger<br />
Münchner Führungskräfte im Russlandeinsatz<br />
Dolmetscher und Verhörbeamter - Otto Wilhelm Suhr und Josef Schamper in Oslo<br />
Münchner Gestapoangehörige in Lothringen<br />
Radikalisierung an der Westfront - Dr. Werner Knab<br />
„Sondergruppe Gerum" - Raubkunst aus Frankreich</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Transformationen - Wege in die Nachkriegsgesellschaft</strong>
<ul>
<li><strong>Das Ende der Geheimen StaatsPolizei-Leitstelle München im Vergleich</strong><br />
Das Scheitern der Aktion „Sigrune"<br />
Fahndungserfolge des amerikanischen Geheimdienstes CIC</li>
<li><strong>In amerikanischen und westdeutschen Geheimdiensten</strong><br />
Agenten für den amerikanischen Geheimdienst CIC - Eugen Fischer und Anton Mahler<br />
Im Dienst der Organisation Gehlen und des Bundesnachrichtendienstes<br />
Im Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz - Netzwerke, Narrative, Legenden</li>
<li><strong>Entnazifizierung, Reeducation, Transformation als Ritualprozess - Gestapobeamte auf dem Weg in die Nachkriegsgesellschaft. Ein Erklärungsversuch</strong><br />
Automatic arrest - Gestapoangehörige in Internierungslagern<br />
Psychologie der Inhaftierten" - die Sicht der Lagerseelsorger<br />
Die Ehefrauen - Versorgung zwischen Anspruch, Privilegierung und Gnadenakt<br />
Die soziale Konstruktion von Biografie und Persönlichkeit - ein Exkurs<br />
Die Beschuldigten: Strategien der Rechtfertigung und Rollenangebot<br />
Das Geschehen vor der Spruchkammer'>Spruchkammer - Verfahren und Sühne<br />
„Partielle Humanität" - Positionen im Spruchkammer'>Spruchkammerverfahren<br />
Verschweigen, Desinformation, Stereotype<br />
Biografie als juristische Konstruktion - die Anwälte<br />
Wege in die Aufnahmegesellschaft<br />
Die politische Diskussion zur Wiedereinstellung<br />
Abgelehnte Bewerber<br />
Praxis der Wiedereinstellung</li>
<li>NS-Verbrechen und Justiz transnationale und nationale Ahndung<br />
Gestapoangehörige vor englischen und amerikanischen Militärgerichten<br />
Das ständige Militärgericht in Straßburg - der Fall Ludwig Kaiser<br />
Polen, CSR, Sowjetunion - Kriegsverbrechen im Osten<br />
Täterfahndung, Sühnemaßnahmen, Strafprozesse in Deutschland - die Jahre 1945 bis 1949<br />
In der Strafsache Schäfer und Lebküchner - das Urteil des BGH von 1952<br />
Das Urteil des Bundesgerichtshofs - ein Exkurs<br />
Freispruch für die Täter<br />
Perspektivenwechsel - Aspekte der StrafVerfolgung nach 1958</li>
<li><strong>Täter und Opfer in der zweiten und dritten Generation</strong></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Anhang</strong><br />
Abkürzungsverzeichnis<br />
Kurzbiografien von Gestapoangehörigen<br />
Anmerkungen<br />
Bibliografien'<br />
Personenregister<br />
Orts- und Länderregister<br />
Bildnachweis<br />
Dank<br />
Aussagen von Münchner Gestapoangehörigen und Zeugen vor dem Landgericht München 1,1950<br />
Der Autor</li>
</ul>