Der Thronsaal von Schloß Neuschwanstein

König Ludwig II. und sein Verständnis vom Gottesgnadentum

Autor:in Spangenberg Marcus
Verlag Schnell und Steiner
Buchart Gebundene Ausgabe
Erscheinung Juni 1999
Seiten 64 S.
ISBN / B3Kat 3795412250 (9783795412258) / BSB-OPAC (BV012565360)
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Kategorie König Ludwig II.Wittelsbacher
Schlagworte Schloß Neuschwanstein
Personen Ludwig II. König von Bayern

Beschreibung

"Das ein Kunstverlag wie Schnell und Steiner diesen schmalen Band im Rahmen seiner Reihe "Große Kunstführer" veröffentlicht spricht für die Qualität des Autors. (...) Umfangreiches und qualitativ gutes Bildmaterial begleitet den flüssigen und leicht geschriebenen Text." www.koenig-ludwig.org "Das reiche Bildmaterial ist mit Bedacht ausgesucht. So ist dieser Kunstführer nicht nur eine Augenweide, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Kunstgeschichte und nicht zuletzt ein Schlüssel zur Persönlichkeit Ludwigs II." Bavarica-Liste "Ein instruktiver Beitrag zur König-Ludwig-Literatur" Bayerischer Rundfunk "Dieser Kunstführer ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Kunstgeschichte und nicht zuletzt ein Schlüssel zur Persönlichkeit Ludwig II." Buchprofile "Mit akribischen Blick führt Marcus Spangenberg durch den Saal, aber auch hinter die Kulissen in die profane Welt zu technischen Besonderheiten. Ein erstklassig bebildertes Buch." Bayerische Staatszeitung "Märchenkönig ganz modern" tz München "Im Unterschied zu anderen Publikationen über den König und sein Märchenschloss zeichnet sich diese Monographie durch gründliche Recherche, gut aufbereitetes Fachwissen und eine spannende, kluge Kommentierung aus" Der Neue Tag "Marcus Spangenberg gelingt es, die vom Märchenkönig ausgehende Faszination zu vermitteln." Wochenblatt Regensburg

König Ludwig II. und sein Verständnis vom Gottesgnadentum

Kein Raum könnte sinnbildlicher das tragische Schicksal des bayerischen Königs Ludwig II. widerspiegeln als der Thronsaal von Schloß Neuschwanstein. In dessen Gestalt sowie in der Baugeschichte verdichtet sich auf einmalige Weise die Entwicklung eines Menschen, der seit seiner Geburt im Jahre 1845 immer wieder Rätsel aufgab und als "Märchenkönig" in die Geschichte eingegangen ist. Im byzantinischen Stil von 1879 bis 1887 erbaut, symbolisiert der zweigeschossige sakrale Raum die Vorstellung Ludwigs II. von einem Königtum von Gottes Gnaden. Ein Königtum, das er in der realen Politik einer konstitutionellen Monarchie nicht verwirklichen konnte, aber das er in der von ihm selbst gewählten Rolle eines "mittelalterlichen Königs" zu leben versuchte. Den Anforderungen an einen König von Gottes Gnaden scheinbar nicht gerecht werdend, entwickelte sich der Thronsaal auf Schloß Neuschwanstein für Ludwig II. zur imaginären Erlösungsstätte von allen Sünden. Trotz der vielfachen Bezüge des Thronsaals auf die Zeit des Mittelalters: ohne die Anwendung der technischen Errungenschaften der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hätte der Thronsaal so nicht erbaut werden können. Eisengußsäulen, Doppel-T-Träger und ein Eisengerüst für die Kuppel sind ein Hinweis darauf, daß der "Märchenkönig" Ludwig II. seine steingewordenen Träume nur mit Hilfe der technischen Gegenwart verwirklichen konnte. Der Band zeigt viele zum ersten Mal bzw. zum ersten Mal in Farbe reproduzierte Fotos, Gemälde und Pläne.

Einführung

Die Baugeschichte von Schloß Neuschwanstein

Die Architektur des Thronsaals

Entwicklungs- und Baugeschichte des Thronsaals
1865-1869
1876-1883
1884-1887

Die Ausmalung
Die Künstler
Die Ausschmückung der Apsis
Die Bilder auf der Südseite
Die Bilder im Untergeschoß
Die Bilder im Obergeschoß
Die Szenen auf den Schildbogenflächen
Die ornamentale Ausmalung

Der Mosaikfußboden

Die heutige Ausstattung des Saals
Der große Lüster
Die Kandelaber

Abschließende Betrachtung

Literaturauswahl