Am Anfang war Gewalt
Die deutsche Revolution 1918/19 und der Beginn der Weimarer Republik
| Autor:in | Jones Mark |
|---|---|
| Erscheinung | Mai 2017 |
| Seiten | 432 S. |
| ISBN / B3Kat | 3549074875 (9783549074879) |
| Schlagworte | Revolution 1918/19 |
| Bezirk | Oberbayern |
Beschreibung
Unter welchen Vorzeichen stand der Beginn der Weimarer Republik? Das deutsche Kaiserreich hatte im Weltkrieg eine Niederlage erlitten. Zahllose Menschen waren traumatisierte Opfer oder Augenzeugen von Brutalität, für andere blieb oder wurde Gewalt Mittel zum Zweck ihrer Interessen. Die Revolution vom November 1918 wirkte als Katalysator: Sie beflügelte Hoffnungen auf den Umsturz, lieferte indes im Gegenzug der jungen Demokratie angesichts der Bedrohung die Argumente zur autoritären, teils gewaltsamen, auch rechtsbeugenden Niederschlagung revolutionärer Umtriebe. Gerüchte, Übergriffe, Morde und Attentate vergifteten das gesellschaftliche Klima und setzten einen Kreislauf schrankenloser Gewalt und ihrer Vergeltung in Gang. Der irische Historiker Mark Jones arbeitet dieses Amalgam aus Angst, Stimmungen, Bedrohung, Gewalterfahrung und die daraus resultierende fatale politisch-gesellschaftliche Dynamik in den ersten Jahren der Demokratie heraus, die, so Jones, für das Erstarken des Nationalsozialismus von zentraler Bedeutung gewesen sei.
Einleitung
- Kein Endkampf 1918
- Gewalt und die große Angst vom November 1918
- Der Liebknecht-Mythos
- Blutiger Freitag
- Blutweihnacht
- Der 29. Dezember 1918
- Der Januaraufstand
- »Die Stunde der Abrechnung naht«
- Die ersten Gräuel: der 11. Januar 1919
- Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg
- Der Märzaufstand
- Schießbefehl
- Gustav Noske, der Held
- Geiselmord in München
- Gesellenmord in München
Epilog
- Danksagung
- Abkürzungsverzeichnis
- Karten von Kiel, München und Berlin
- Anmerkungen
Bibliographie
- Personenregister