Zum Inhalt springen
Menü

Literatur zur Münchner Stadtgeschichte

Aufruhr im Allgäu

Kleine Geschichte des Bauernkriegs 1525

Bibliografische Angaben

Autor:in Fischer Stefan
VerlagVerlag Friedrich Pustet
Jahr2024
Seiten160
ISBN3791735195 / 9783791735191
SerieKleine Geschichte
Suchbegriffe Bauernkrieg Allgäu Reichsstädte Bauern Weingartener Vertrag Füssener Abkommen Grundherrschaft Bundschuh Bauernjörg Schwäbische Bund ​Hand- und Spanndienst Leibeigenschaf Aufstand
Personen Breitenstein Sebastian von, Truchsess Georg III. von, Schmid Jörg, Lotzer Sebastian, Erzherzog Ferdinand

Inhalt

Vor 500 Jahren stand das ganze Allgäu im Aufruhr: Die Bauern, später dann alle „kleinen Leute“, rebellierten von Weihnachten 1524 an gegen Obrigkeit und Leibeigenschaft, die damals von den Allgäuer Klöstern exzessiv gehandhabt wurde. Hinzu kamen unnachsichtig eingetriebene, ständig steigende Abgaben und andere wirtschaftliche Belastungen. Die Allgäuer Bauern schlossen sich zusammen und formulierten im März 1525 die bekannten 12 Artikel – eine der ersten niedergeschriebenen Forderungen nach Menschen- und Freiheitsrechten in Europa – sowie die Bundesordnung ihrer „Christlichen Vereinigung“. Damit legten sie eine wichtige geistige Basis für die moderne europäische Verfassungsentwicklung. Zwar unterlagen die Bauern letzten Endes blutig ihrer Obrigkeit, doch brachte diese Niederlage zugleich die Anfänge einer politischen Mitwirkung des „gemeinen Mannes“, wenngleich die Leibeigenschaft erst 300 Jahre später endgültig abgeschafft wurde

Inhaltsverzeichnis

  • Vorwort
     
  • Der geografische Umgriff: Das Allgäu um 1500
     
  • Die Allgäuer Herrschaften zur Zeit des Bauernkriegs
    Die geistlichen Staaten
    Die Reichsstädte
    Die weltlichen Reichsstände und Adelsherrschaften
     
  • Die Lage der Bauern
    Die Grundherrschaft und die Grundleihe
    Die weltlichen Abgaben
    Hand- und Spanndienst
    Die kirchlichen Abgaben
    Nutzung von Wald und Fischfang / Ausbau der
    Landesherrschaft, »Allgäuer Brauch« und Leibeigenschaft
    Die Leibeigenschaf
    Die Stellung der Bauern im staatlichen Herrschaftsaufbau
    Die Seelsorge und Besetzung der Pfarreien
     
  • Unruhen vor dem eigentlichen Aufstand
    Streit zwischen Bauern und Abt im Stift Kempten
    Der Bundschuh
    Der Schwäbische Bund
     
  • 1524 - Aufruhr in Oberschwaben und am Bodensee: Die Fronten bilden sich
    Die Lage bei den Allgäuer Reichsständen
    Sebastian von Breitenstein, Fürstabt von Kempten 1522—1535
    Georg III. Truchsess von Waldburg, genannt »der Bauernjörg«
    Weihnachten 1524: die ersten Bauernversammlungen
    Jörg Schmid, genannt »Knopf« von Leubas
    Die Bewegung greift aus: Versammlungen im ganzen Allgäu
    Das Göttliche Recht
     
  • Memmingen: Die »12 Artikel« der Bauernschaft - Entstehung und Wirkung
    Memmingen als Zentrum der bäuerliche Beratungen Anfang März 1525
    Sebastian Lotzer
    Die »12 Artikel« und die Bundesordnung
    Erste Wirkungen
    Wege der Gewalt: Die Kämpfe beginnen
    Die Schlacht bei Leipheim
    Der »Große Kauf«
    Der Vertrag von Weingarten
     
  • Vom Weingartener Vertrag bis zum Füssener Abkommen (Mai-Juni 1525)
    Allgäuer Ablehnung des Weingartener Vertrags
    Neue Schwerunkte im Ostallgäu und in Füssen
    Verhandlungen mit Erzherzog Ferdinand und Streifzug nach Bayern
    Irreführung der Bauern und Ablehnung der Verhandlungsergebnisse
    Die Bauern belagern Memmingen
     
  • Entscheidung im Juli 1525
    Das Anrücken des Schwäbischen Bundesheeres von Norden
    Lage und Sammlung des Allgäuer Haufens
    Die Entscheidungsschlacht bei Leubas
    Kapitulation am Kohlenberg bei Sulzberg
    Gordian Senter
     
  • Fazit und Ausblick
    Das Ende des Allgäuer Bauernkriegs und seine direkten Auswirkungen
    Erzwungene »Versöhnung« im Stift Kempten
    Die Verträge von Martinszell und von Memmingen
    Schlussbetrachtung und Vermächtnis
     
  • Anhang
    Literatur- und Quellenverzeichnis
    Bildnachweis
Zurück zur Übersicht