Publikationen zu München

„Sieben Kisten mit jüdischem Material“

Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute

Titel „Sieben Kisten mit jüdischem Material“
Untertitel Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute
Autor Purin Bernhard 
Verlag Hentrich und Hentrich Verlag
Erscheinung November 2018
Seiten 320
ISBN 3955652769 (978-3955652760)
Suchbegriff Juden 
Regierungsbezirk Oberbayern
Stadtbezirk Altstadt-Lehel

Im Museum für Franken in Würzburg wurden 2016 bei Inventarisierungsarbeiten erstmals systematisch alle jüdischen Ritualgegenstände erfasst, von denen ein Großteil während des Novemberpogroms 1938 in Unterfranken beschlagnahmt worden war. Ein Forschungsprojekt konnte seither die Herkunft zahlreicher Objekte, darunter Tora-Schmuck, Chanukka-Leuchter, Seder-Teller und vieles mehr, die aus sieben Synagogen der Region stammen, klären.
Die Beiträge machen deutlich, dass ein wesentliches Ziel des vom NS-Staat organisierten Novemberpogroms der Raub jüdischen Eigentums und die damit verbundene Bereicherung war, von der auch zahlreiche Museen profitierten. Gleichzeitig gehen sie am Beispiel Würzburgs der Frage nach, warum die planmäßige und konsequente Aufarbeitung dieser Judaica über einen so langen Zeitraum hinweg unterblieben ist. Ein umfangreicher Katalogteil dokumentiert schließlich die Objekte dieses bedeutenden Bestandes.

Mit Beiträgen von Christine Bach, Magdalena Bayreuther, Mordechai W. Bernstein, Kerstin Dembsky, Roland Flade, Carolin Lange, Claudia Lichte, Bernhard Purin, Rotraud Ries und Erich Schneider.

Eine Kooperation des Jüdischen Museums München mit dem Museum für Franken, Würzburg, gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste, unterstützt von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern.

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