Evas Töchter
Münchner Schriftstellerinnen und die moderne Frauenbewegung um 1900
| Autor:in | Richardsen Ingvild |
|---|---|
| Verlag (Details) | Volk Verlag |
| Buchart | Gebundene Ausgabe |
| Erscheinung | März 2018 |
| Seiten | 250 S. |
| ISBN / B3Kat | 3862222713 (9783862222711) |
| Schlagworte | Frauenbewegung |
| Bezirk | Oberbayern |
Beschreibung
"Modern sein heißt für die Frau ein eigenes Gesetz in der Brust tragen.“
So brachte die Schriftstellerin Carry Brachvogel im Jahr 1912 die bürgerliche Frauenbewegung, die für das Recht der Frau auf Bildung, auf Erwerbstätigkeit und gleiche Entlohnung eintrat, perfekt auf den Punkt.
Dass München seit den 1890er Jahren das Zentrum dieser Bewegung in Bayern wurde, ist heute kaum mehr bekannt. Damals prägten beeindruckende Frauen wie Anita Augspurg, Emma Merk, Marie Haushofer, Carry Brachvogel, Helene Böhlau, Emmy von Egidy, Sophia Goudstikker und viele mehr die Residenzstadt – die meisten von ihnen schärften Münchens Profil auch als ebenso begabte wie bekannte Künstlerinnen.
Sie alle waren Mitglied im Verein für Fraueninteressen, dem Flaggschiff der Bewegung, der bevorzugt an repräsentativen
Orten zusammenkam: im Fotostudio Elvira, im Café Luitpold, im Künstlerhaus oder im Bayerischen Hof. Auch zahlreiche Männer, viele modern denkende Künstler wie Max Haushofer oder Rainer Maria Rilke, zählten zu den Mitgliedern und Unterstützern des Vereins.
Der von Ingvild Richardsen herausgegebene Ausstellungskatalog „Evas Töchter“ zur gleichlautenden Schau in der Monacensia München zeigt das Leben und Wirken jener Frauen, die an vorderster Front für die Emanzipation eintraten: Bislang unbekannte Fotografien, Briefe, Tagebücher, Skizzen und biografische Dokumente, dazu die Abbildungen persönlicher Gegenstände ermöglichen intime Einblicke. Kurzbiografien und Texte renommierter Autoren erläutern die historischen Hintergründe.
Eine kleine Sensation ist die Erstveröffentlichung des Schauspiels „Zwölf Culturbilder aus dem Leben der Frau“ von Marie Haushofer, das 1899 am ersten bayerischen Frauentag uraufgeführt wurde.
Vorwort
- Waldemar Fromm:
Modern sein - ein Schlüsselbegriff der bürgerlichen Frauenbewegung und der Schriftstellerinnen der modernen Frauenbewegung in München - Susanne Kinnebrock
Pionierinnen der Öffentlichkeitsarbeit - das Beispiel Anita Augspurg - Christa Elferich
Die Gründungsgeschichte des Vereins für Fraueninteressen und die „Münchner Moderne“ - Christa Elferich
Jüdische Frauen im Verein für Fraueninteressen - Ingvild Richardsen Biografien
Emma Haushofer-Merk und Max Haushofer - Emma Merk
Warum „Fräulein“? Ein Kampfrat für die Ehelosen - Ingvild Richardsen
Carry Brachvogel - Ingvild Richardsen
Marie Haushofer - Ingvild Richardsen
Sophia GoudStikker - Ingvild Richardsen
- Ika Freudenberg
Marie Haushofer
Der Führerin - Ingvild Richardsen
Helene Böhlau - Ingvild Richardsen
Gabriele Reuter - Gabriele Reuter
Brief an Emma Merk - Ingvild Rickardsen Biografien
Emmy von Egidy - Ernmy von Egidy
Nordische Birke - Ingvild Rickardsen
Eva Gräfin von Baudissin - Ingvild Rickardsen
Maria Janitschek - Maria Janitsckek
Gedichte - Kristina Kargl
Elsa Bernstein - Karriere unter männlichem Pseudonym - Marie Hauskofer Schauspiel
„Culturbilder aus dem Frauenleben“ - Ckrista Elferick
Marie Haushofers Festspiel „Culturbilder aus dem Frauenleben“ und der erste Allgemeine Bayerische Frauentag im Oktober 1899 - Martin Otter
„Und wenn ihr auch zwischendurch sterben müsst: stets werdet ihr wieder lebendig geküsst!“ - Max Hauskofer
Selbstanzeige für den Roman „Planetenfeuer“ - Ingvild Rickardsen
Drei Münchner Schriftstellerinnen und ihre Romane vor 1900 - Ingvild Rickardsen
„Modernsein“ 1894-1933 - Anhang
Dank
Autoren